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Trifolium - medicago - Fruchtreifung

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Harries
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Trifolium - medicago - Fruchtreifung

Beitrag von Harries » 25.07.2016, 08:19

Die kleinblütigen gelben Kleearten kann man schon einmal leicht miteinander verwechseln. Aber spätestens nach der Reifung ihrer Hülsen sind diese drei Arten eigentlich unverwechselbar.
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Im Gegensatz zu den Medicagoarten, verbleibt bei allen Trifoliumarten die verwelkte Blüte auf der Pflanze, während sie bei Medicago alsbald abfallen.
Dies kann man mit beliebig ausgewählten Trifolium belegen.
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Harries
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Re: Trifolium - medicago - Fruchtreifung

Beitrag von Harries » 25.07.2016, 08:23

Nur bei fragifera und resupinatum ist während der Hülsenreife eine Besonderheit zu beobachten.

Beginnen die Blütenblätter zu welken, setzt nur bei der Oberlippe des Kelches ein Wachstum ein, der untere Kelchrand bleibt unverändert, d.h. er wächst nicht mit. So entsteht eine Haube, die die verwelkte Blüte einhüllt.
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Harries
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Re: Trifolium - medicago - Fruchtreifung

Beitrag von Harries » 25.07.2016, 08:32

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Die welken Blütenblätter wurden entfernt. Die Hülse (der Griffel ist noch vorhanden) mit den durchscheinenden Samen ist gut erkennbar wie sie von der zur Haube gewachsenen oberen Kelchlippe eingehüllt wird



Die Strategie hierbei könnte sein, die von den welken Blütenblättern bereits geschützte Hülse zusätzlich durch einen kapuzenartigen Haube, die aus dem Kelch gebildet wurde, noch besser zu schützen.
Zuletzt geändert von Harries am 25.07.2016, 08:49, insgesamt 1-mal geändert.

Harries
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Re: Trifolium - medicago - Fruchtreifung

Beitrag von Harries » 25.07.2016, 08:34

Die vewelkten Blütenblätter ragen dann unter den Hauben als braune Spitzen hervor.
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Wenn das schützende Kelchblatt vergangen ist, die Blütenblätter auch noch abgefallen sind, wird auch die Hülse aufreißen und die Samen können abgeworfen werden.

Bei resupinatum läßt sich das gleiche erneut beobachten.
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