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Veilchen und kein Ende

Wer eine Wildpflanze aus Europa bestimmt haben möchte, kann hier eine Bestimmungsanfrage dazu stellen.

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1. Bildanhänge für Themen und neue Beiträge dürfen nicht größer als 800 x 600 sein, ansonsten funktioniert der Upload nicht!

2. Bitte zu jeder Anfrage einen Fundort (Land,Stadt, Umgebung, Habitat etc.) und Funddatum angeben
3. Bitte nicht mehr als 3 Pflanzen pro Thema anfragen (wird sonst unübersichtlich)
4. Herbarium-Anfragen von Schülern und Studenten werden NUR noch mit eigenen Bestimmungsversuchen akzeptiert - Sonst Löschung des Beitrages

TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg und die Artansprache hier im Forum.
Weiterhin viel Spass im Forum :)
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Flor_alf
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Veilchen und kein Ende

Beitrag von Flor_alf » 23.03.2020, 18:18

Hier ein Bild von einem weiß blühenden Veilchen. Bisher zeigt es keine Ausläufer. Wenn die Vorblätter nicht so hoch am Blütenstängel angesetzt wären würde ich zu Viola hirta tendieren, aber so bin ich mir unsicher.
Gibt es Meinungen dazu? Da es sich um einen sehr lokalen Wuchsort bei Rottenburg a. N. handelt werde ich wohl etwas später im Jahr mal wegen etwaiger Ausläufer hingehen.
Viola alba weist z.Z. bereits die typischen wurzellosen Ausläufer auf. Seltsam eigentlich wozu eine Pflanze wurzellose Ausläufer macht. Wurzeln die dann später doch noch?
Grüße
Alfred
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Arthur
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Re: Veilchen und kein Ende

Beitrag von Arthur » 23.03.2020, 19:25

Hallo Alfred,

anhand des Fotos ist keine fundierte Bestimmung möglich. Ich erkenne nicht: den Sporn, die Nebenblätter, die Kelchblätter etc. Veilchen immer am besten noch von der Seite fotograhieren.

Die Lokalität des Vorblattes ist kein gutes Merkmal.

lg
Man darf vom Einzelnen nicht auf das Ganze schließen!

Kraichgauer
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Re: Veilchen und kein Ende

Beitrag von Kraichgauer » 23.03.2020, 19:45

Viola alba kann es schon wegen der Verbreitung nicht sein, das ist in BW eine Rheintal-Hochrhein-Bodensee-Art (den einen Fund am Albtrauf in den Verbreitungskarten glaube ich nicht). Von V. hirta gibt es regelmäßig weißblühende Exemplare, daher würde ich sehr stark auf diese tippen. Aber wie gesagt ein Beweis ist mit diesem Photo nicht möglich.

Hier noch ein Schwank am Rande: lange Jahre gab es in der Flora BW einen "alba"-Fundpunkt am Michaelsberg in Untergrombach, der von Oberdorfer in den 1930er Jahren stammte. Das war ebenfalls eine weißblühende hirta, die dort heute noch in den Magerrasen vorkommt. Oberdorfer meinte noch Ende der 1980er Jahre zu mir "ich war halt ein unerfahrener Referendar zu dieser Zeit". Aber weil später die Meldung nicht von ihm selber zurückgezogen wurde, traute sich keiner an die Majestätsbeleidigung der Löschung, und so blieb sie ewig erhalten. Oberdorfer fand das eher lustig.

Gruß, Michael

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