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Welcher Storchschnabel?

Wer eine Wildpflanze aus Europa bestimmt haben möchte, kann hier eine Bestimmungsanfrage dazu stellen.

Moderatoren: akw, Jule

Forumsregeln
1. Bildanhänge für Themen und neue Beiträge dürfen nicht größer als 800 x 600 sein, ansonsten funktioniert der Upload nicht!

2. Bitte zu jeder Anfrage einen Fundort (Land,Stadt, Umgebung, Habitat etc.) und Funddatum angeben
3. Bitte nicht mehr als 3 Pflanzen pro Thema anfragen (wird sonst unübersichtlich)
4. Herbarium-Anfragen von Schülern und Studenten werden NUR noch mit eigenen Bestimmungsversuchen akzeptiert - Sonst Löschung des Beitrages

TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg und die Artansprache hier im Forum.
Weiterhin viel Spass im Forum :)
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arolina66
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Welcher Storchschnabel?

Beitrag von arolina66 » 14.05.2019, 21:32

Hallo,
dieser winzige Storchschnabel wächst in Massen am Rand eines Kalkmagerrasens auf dem Dingel in Nordhessen.
Um welche Art handelt es sich?
IMG_6699p klein.JPG
IMG_6699p klein.JPG (108.89 KiB) 311 mal betrachtet
IMG_6687p klein.JPG
IMG_6687p klein.JPG (78.22 KiB) 311 mal betrachtet
Viele Grüße, Christine

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Anagallis
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Re: Welcher Storchschnabel?

Beitrag von Anagallis » 14.05.2019, 22:01

Geranium molle/aequale.

arolina66
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Re: Welcher Storchschnabel?

Beitrag von arolina66 » 14.05.2019, 22:14

Vielen Dank :)
Soll heißen, diese beiden Arten sind so nicht zu unterscheiden?
Viele Grüße, Christine

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Anagallis
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Re: Welcher Storchschnabel?

Beitrag von Anagallis » 14.05.2019, 23:22

Jep, nur über Früchte. Über die Verbreitung von G. aequale ist noch wenig bekannt.

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Hortus
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Re: Welcher Storchschnabel?

Beitrag von Hortus » 15.05.2019, 00:06

Viele Grüße Hortus

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Re: Welcher Storchschnabel?

Beitrag von arolina66 » 15.05.2019, 08:54

Danke😊
Viele Grüße, Christine

Kraichgauer
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Re: Welcher Storchschnabel?

Beitrag von Kraichgauer » 15.05.2019, 22:20

aequale ist aber trotz allem sehr selten. Ich habe ihn trotz vieler Jahre der Suche nur ein einziges Mal gefunden. Gruß, Michael

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Anagallis
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Re: Welcher Storchschnabel?

Beitrag von Anagallis » 15.05.2019, 23:32

Vielleicht haben wir bisher auch in den falschen Gegenden gesucht. Ich gucke mir zwar jedesmal die Früchte an, aber außer Dir habe ich noch niemanden getroffen, den diese Art auch nur ansatzweise interessiert hätte. Bei den Exkursionen preise ich die immer an wie sauer Bier, aber hören will's niemand. Dabei ist die Unterscheidung eigentlich ganz leicht - nur eben nicht ohne Früchte oder auf Fotos.

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botanix
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Re: Welcher Storchschnabel?

Beitrag von botanix » 16.05.2019, 07:06

Hallo,

das ist die Stecknadel im Heuhaufen suchen.
Es wird die anderen Botaniker erst dann interessieren, wenn du ihnen beide Sippen demonstrieren kannst.
Ich habe auch noch keinen aequale gefunden, trotz regelmäßiger Kontrolle der Fruchtklappen.

Gruß

Peter
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Anagallis
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Re: Welcher Storchschnabel?

Beitrag von Anagallis » 16.05.2019, 10:12

Bekannt sind dann also folgende Fundorte (aus dem oben verlinkten Dokument und anderen Quellen):

* 5 Stellen im Aachener Raum (dort hat Bomble anscheinend gründlich gesucht)
* Hamburg (ohne nähere Angaben)
* Sachsen (ohne nähere Angaben)
* Hessen (ein revidierter Herbarbeleg aus Frankfurt)
* Alter Beleg bei Oelde, Westfalen
* Bamberger Hafen

Also über ein großes Gebiet verteilt. Als Standortte sind angegeben:
Die Art besiedelt im Aachener Raum Wegränder, geschotterte Wege und gestörte Scherrasen.
Also ähnlich wie G. molle.

Kraichgauer
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Re: Welcher Storchschnabel?

Beitrag von Kraichgauer » 18.05.2019, 20:45

Ich kontrolliere - auch dieses Jahr - regelmäßig alle molle, die ich sehe. 2019 ca. 200:0 für molle (vor allem in der Oberrheinebene). (Und ja, aequale ist in Bamberg noch vorhanden, habe sie selber dort gesehen. Wächst tatsächlich in lückigen Scherrasen am Straßenrand nahe einer Bushaltestelle.)

Gruß, Michael

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Re: Welcher Storchschnabel?

Beitrag von Anagallis » 18.05.2019, 22:59

Wenn sich die Gelegenheit bietet werde ich mal die Herbarbelege im Naturkundemuseum Karlsruhe sichten. Vielleicht findet sich dort ja was.

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