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Viola dubia Wiesb. = Viola x bavarica?

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Anagallis
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Viola dubia Wiesb. = Viola x bavarica?

Beitrag von Anagallis » 18.04.2019, 13:52

Ist das jetzt der aktuelle Name für V. x bavarica?

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Arthur
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Re: Viola dubia Wiesb. = Viola x bavarica?

Beitrag von Arthur » 18.04.2019, 15:18

Habe ich auch schon gelesen. Scheint so.. Der Artrang ist vollkommen richtig. Nur warum nicht einfach Viola bavarica?

Was ist deine Quelle?

Zitat: In älteren Floren trägt sie meist den Namen V. intermedia RCHB. 1823 oder V. dubia WIESB. (österr. Bot. Z. 36, S. 191, 1886), sofern sie, da die beiden Elternarten seinerzeit meist noch zu einer einzigen Spezies zusammengezogen wurden, überhaupt Erwähnung fand.
Man darf vom Einzelnen nicht auf das Ganze schließen!

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Anagallis
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Re: Viola dubia Wiesb. = Viola x bavarica?

Beitrag von Anagallis » 18.04.2019, 20:48

Arthur hat geschrieben:
18.04.2019, 15:18
Was ist deine Quelle?
http://www.catalogueoflife.org/col/sear ... /1/match/1

Eintrag 2019 von "kraichgauer" bearbeitet.

Kraichgauer
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Re: Viola dubia Wiesb. = Viola x bavarica?

Beitrag von Kraichgauer » 23.04.2019, 19:58

Aber bitte darauf achten, dass das mistige System vom COfL bei der Konversion die Hybridzeichen unterschlägt und statt dessen "hybrid taxon" schreibt. Sonst geht deren Software flöten...

Ob die Art jetzt ein stabilisierter, fertiler Hybrid ist und deswegen generell ohne Hybridzeichen geschrieben werden sollte, ist wohl Ansichtssache. Meierott in der Flora Hassberge & Grabfeld listet z.B. ohne Hybridzeichen.

Aber der Punkt ist richtig, man müsste mal prüfen, ob Viola x bavarica gültig ist. Älter ist sie auf jeden Fall. Da Buttler und Meierott (Hassberge & Grabfeld) bavarica anerkennen, wird's wohl richtig sein. Sollte ich mal im COfL umstellen.
Viola x intermedia Rchb. 1823 kenne ich außer der Erwähnung im Vollrath (Viola NO-Bayern) nicht, ist in IPNI nicht gelistet....

Gruß, Michael

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botanix
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Re: Viola dubia Wiesb. = Viola x bavarica?

Beitrag von botanix » 23.04.2019, 21:28

Hallo,

Viola xdubia wird in der Florenliste von Buttler als nomen invalidum geführt (ungültig publizierter Name, https://www.ipni.org/nom_status.html):
Viola ×dubia Wiesbaur 1886: 191, n. inv.
Viola bavarica von Schrank 1789a ist allemal älter und gültig publiziert.

Viola intermedia wird mindestens zweimal in der Liste geführt.
Einmal als Synonym zu V. montana:
Viola intermedia Krocker 1823a: 289, n. ill.
und als Synonym unter V. tricolor:
Viola intermedia Lejeune 1825b: 51

Das Binom mit Rchb. als Autor fand ich nicht.

Wir haben Viola bavarica bei unseren Kartierungen um Gießen oft gefunden. Sehr oft ohne den einen oder beide "Elternarten" und auch in größeren Beständen. Von daher, auch weil es fertil ist, finde ich den Artstatus gerechtfertigt.

Gruß

Peter
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Anagallis
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Re: Viola dubia Wiesb. = Viola x bavarica?

Beitrag von Anagallis » 23.04.2019, 21:41

botanix hat geschrieben:
23.04.2019, 21:28
Wir haben Viola bavarica bei unseren Kartierungen um Gießen oft gefunden. Sehr oft ohne den einen oder beide "Elternarten" und auch in größeren Beständen.
Hier genauso, aber die Karlsruher Katierer verweigern dieses Taxon. Wie grenzt Ihr das denn von den Elternarten ab? Alles was nicht eindeutig eine reine Elternart ist läuft unter V. x b.?

Kraichgauer
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Re: Viola dubia Wiesb. = Viola x bavarica?

Beitrag von Kraichgauer » 23.04.2019, 21:54

So ist es wohl, zumindest bei mir. Ich kenne eigentlich auch bei uns mehr Übergänge als reine Elternarten...
Wenn Du die Breunig-Truppe als "Karlsruher Kartierer" meinst, so ist es schon deswegen egal, weil deren Daten seit > 30 Jahren immer nur ins schwarze Loch laufen und nie veröffentlicht werden werden (Irrealis Futuro).

Gruß Michael

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