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Pastinak schafft 2 m

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Tina
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Pastinak schafft 2 m

Beitrag von Tina » 19.07.2018, 02:00

Hallo,

überholt sind die 140 cm, die auf der Website "Flora-de: Flora von Deutschland" angegeben sind: gemessene 200 cm schaffte dieses Prachtexemplar im Garten (welches ohne menschlichen Einfluss dorthin gekommen ist).

Lag bestimmt am warm-trockenen Jahresverlauf, der ein fantastisches Gartenjahr verspricht.
(Weniger fantastisch für Feld, Wald und Wiese, wo niemand wässernd eingreift. Obwohl, dieser Pastinak wurde noch nie begossen, und er steht dort in seiner Nische nachmittags sehr, sehr warm.)

Viele Grüße
Tina

P.S.: Deutschland, Niedersachsen, Landkreis Schaumburg, 90 m, 16. Juli 2018.
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Tina
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Schafgarbe

Beitrag von Tina » 19.07.2018, 02:14

Und wenn ich schon beim Thema "Großwuchs" bin: das macht eine Schafgarbe, wenn sie darf.

Fast schon geeignet für Kinder beim Versteckspiel...

(Deutschland, Niedersachsen, Landkreis Schaumburg, 90 m, 13. Juli 2017.)
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Schafgarbe_2017-07-13.jpg
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Zuletzt geändert von Tina am 19.07.2018, 02:20, insgesamt 1-mal geändert.

Tina
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Lavendel

Beitrag von Tina » 19.07.2018, 02:20

Und so sieht bei uns Jahr für Jahr der allseits bekannte "Rosenbegleiter" aus: Lavendel.

Von den Rosen ist nicht viel zu sehen...

Weiß jemand vielleicht zufällig, welche Sorte/Art so groß werden kann?
Es sind auf dem Höhepunkt der Blütezeit (der auf dem Foto bereits überschritten ist) bis zu 170 cm.

(Deutschland, Niedersachsen, Landkreis Schaumburg, 90 m, 10. August 2015.)
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Anagallis
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Re: Pastinak schafft 2 m

Beitrag von Anagallis » 23.07.2018, 16:32

Diese Mercurialis annua bringt mit gut zwei Metern das Fünffache der angegebenen normalen "Maximalgröße" von 0,40 m mit:
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botanix
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Re: Pastinak schafft 2 m

Beitrag von botanix » 23.07.2018, 22:18

Hallo Anagallis,

bist du dir da ganz sicher, Mercurialis annua??
Der Habitus gefällt mir nicht, die Blätter so schmal und lang...
---
Was Wuchsgrößen angeht haben die Gärtner natürlich immer wieder gerne die Extreme ausgelesen.
Es gibt kompakte Formen, es gibt stark wachsende Formen. Für jeden Garten etwas.
Boden, Licht, Nährstoffe, Wasser, Temperatur, Konkurrenten oder auch Schadstoffe und Schädlinge beeinflussen
das Wachstum.
Was die Größenangaben im Rothmaler (und anderen Floren) angeht, steht hier die normale Spanne der Wuchshöhe.
Winzige Hungerformen und extrem luxurierende Pflanzen fallen aus dieser Spanne raus.
Bringt auch nichts, wenn bei jeder zweiten Pflanze stehen würde: zw. 5 cm und 2,5 m Höhe.
Besonders die Einjährigen zeigen große Unterschiede.

@Tina: Wie du selbst bemerkst, du wässerst deine Pflanzen bei diesen Temperaturen reichlich! Wasser ist denn auch der limitierende Faktor bei diesen Temperaturen. Sieht man draußen jetzt ganz deutlich. Wasser + Licht + frischer nährstoffreicher Boden minus Konkurrenz (vielleicht noch plus starkwüchsige Sorte vom Lavendel) und du hast eine Erklärung für dein Prachtexemplar.

Gruß

Peter
alte Botanikerweisheit: man sieht nur was man kennt

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Anagallis
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Re: Pastinak schafft 2 m

Beitrag von Anagallis » 23.07.2018, 22:28

botanix hat geschrieben:
23.07.2018, 22:18
bist du dir da ganz sicher, Mercurialis annua??
Der Habitus gefällt mir nicht, die Blätter so schmal und lang...
Ja, ganz sicher; die Pflanze trägt fast auf ganzer Länge Früchte in den Achseln. Stell Dir mal dieses Bild von Flora-De ins Unendliche verlängert vor, dann kommt in etwa der abgebildete Wuchs heraus:
http://blumeninschwaben.de/Zweikeimblae ... .JPG_A.jpg

Sie ist auch "normal" verzweigt, wie man das beim üblichen Unkraut sieht, aber nur in der unteren Hälfte. Sie steht erhöht auf einem gewaltigen Sandhaufen (Erdaushub?), völlig ohne Konkurrenz und unbeschattet. Vielleicht ist der letzte Meter auch eine Wuchsstörung.

Tina
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Re: Pastinak schafft 2 m

Beitrag von Tina » 23.07.2018, 22:36

Hallo Peter,

ja, ich wohne in der "Landwirtschaftshölle Deutschlands". Also, für mich als Naturinteressierte eine Hölle, oder auch Wüste; für die Landwirte natürlich das Paradies... Der Boden ist einfach sehr nährstoffreich.
Weder das Rosenbeet noch die Nische mit dem Pastinak wurden je gedüngt.
Und, als Antwort auf deinen letzten Absatz: weder Pastinak noch Lavendel wurden in diesem Jahr gegossen! (Der Lavendel könnte höchstens ein bisschen vom Gießwasser für die Rosen abgekriegt haben.)

Ich bin fasziniert davon, wie unterschiedlich die gleichen Pflanzenarten im einen und im anderen Jahr wachsen können. Bei Tieren sind solche extremen Spannen nicht mal ansatzweise möglich. Pflanzen sind sooooo anpassungsfähig (allein die ganzen "Notfallpläne" auf molekularer Ebene, für die unterschiedlichsten Bedingungen), bewundernswert!

Viele Grüße
Tina

Manfrid
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Re: Pastinak schafft 2 m

Beitrag von Manfrid » 01.09.2018, 12:20

Hallo,

neulich war ich mit einem Kollegen am Heinz-Sielmann-Weiher in Billafingen, der vor - ich glaube - mehr als 10 Jahren künstlich angelegt worden ist. Das "Pflügen" (die Baggerei) scheint sich dort immernoch recht wuchsfördernd bemerkbar zu machen. Wir haben jedenfalls etwas ungläubig geschaut bei diesem etwa 2,50m hohen Kraut, das kaum eine andere Bestimmung als "Jakobs-Kreuzkraut" (Senecio jacobaea) zuließ. Aber die Möhre (Daucus carota) rechts im Bild mit sicher auch um die 1,5m Höhe und die gigantischen Kolben von Typha latifolia in der Nähe zeigten ebenfalls an, dass man sich da nicht an die Größenangaben in Bestimmungsbüchern halten kann.

Gruß! - Manfrid
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