Keine Chance für Nazi-Propaganda und Rassismus in diesem Forum! #noafd #nopegida

Kleines Knospenrätsel

Hier kann alles Themenfremde diskutiert und Bilderserien von euren Exkursionen eingestellt werden.

Moderatoren: akw, Jule

Forumsregeln
Bildanhänge für Themen und neue Beiträge dürfen nicht größer als 800 x 600 sein, ansonsten funktioniert der Upload nicht!
Antworten
Benutzeravatar
Tina
Beiträge: 285
Registriert: 06.09.2013, 18:00

Kleines Knospenrätsel

Beitrag von Tina » 02.03.2014, 20:13

Hallo Forum,

gestern gesehen, heute fotografiert. Ist eine einheimische (Deutschland) und häufige Pflanze.
Bin gespannt, wie schnell es geknackt wird, ich kann das gar nicht einschätzen. :-)

Viele Grüße
Tina
Dateianhänge
Knospen_2014-03-02.JPG
Knospen_2014-03-02.JPG (101.59 KiB) 3545 mal betrachtet

Benutzeravatar
Tina
Beiträge: 285
Registriert: 06.09.2013, 18:00

Tipp

Beitrag von Tina » 07.03.2014, 16:09

Scheint ja doch nicht so einfach zu sein.
Okay, es ist ein bisschen fies: auf dem anfangs eingestellten Foto ist etwas zu sehen, was nicht ganz normal ist (Mutation?).
Zur Hilfe stell ich mal ein weiteres Bild ein:
Dateianhänge
Knospen_g_2014-03-02.JPG
Knospen eines Laubbaums.
Knospen_g_2014-03-02.JPG (149.19 KiB) 3499 mal betrachtet

Manfrid
Beiträge: 1971
Registriert: 06.12.2010, 09:55

Re: Kleines Knospenrätsel

Beitrag von Manfrid » 07.03.2014, 20:56

Hallo,

Salix purpurea?

Gruß! - Manfrid

Benutzeravatar
Tina
Beiträge: 285
Registriert: 06.09.2013, 18:00

Salix ...

Beitrag von Tina » 07.03.2014, 23:08

Hallo Manfrid,

hmmmmmmnicht ganz.
Salix purpurea ist nicht richtig, aber welche Salix es ist, kann ich leider nicht sagen, sorry. ;-)
Auf der Wiese, wo ich sie fand, wagen sich jedes Jahr erneut eine Unzahl an Weidenschösslingen aus dem Boden und werden jeden Herbst wieder in ihre Schranken verwiesen.
Welche es sind, weiß ich leider nicht. Nur, dass sie breitblättrig sind, weiß ich. Bei Pflanzen habe ich noch viel zu lernen.

Wäre es unpassend, die Art hier in diesem Forum bestimmen lassen zu wollen, oder sollte ich lieber das Forum wechseln?
Anbei noch ein Foto des Zweigendes mit dem ungewöhnlichen Knospenpaar.
Weiß jemand, wie oft so eine Mutation vorkommt? Ich habe so etwas noch nicht gesehen (aber bei mir heißt das nix).

Ich hab den Zweig übrigens drinnen in der Vase und warte auf die Blätter. Ob sie sich wohl vollständig entwickeln können?

Viele Grüße
Tina
Dateianhänge
Weidenknospen_2014-03-02.JPG
Salix spec.
Weidenknospen_2014-03-02.JPG (126.39 KiB) 3487 mal betrachtet

Manfrid
Beiträge: 1971
Registriert: 06.12.2010, 09:55

Re: Kleines Knospenrätsel

Beitrag von Manfrid » 08.03.2014, 19:33

Hallo Tina,

ja, ja, habe mir heute Salix purpurea mal genauer angesehen und schon gemerkt, dass das nicht passt. Ich kam darauf, weil das die einzige mir bekannte Weide ist, die ihre Blätter gerne paarig stellt (an schwachen Zweigen). Behaarung, große Nebenblattnarben und Rotfärbung könnten auf S. aurita deuten. Aber ich bin kein Kenner. Lieber mal ins Bestimmungsforum stellen, wenn Du nicht warten willst, bis die Blätter da sind. Weiden bewurzeln sich ja leicht, und so dürfte es kein Problem sein, sie zum Austreiben zu bringen. Ich würde sie sogar gleich in Erde stecken, weil man dann das Problem mit dem Abbrechen der frischen Wurzeln beim Einpflanzen nicht hat.
Solche im wörtlichen Sinne verrückten Blattstellungen kommen schon immer mal vor; vor allem an stark zurückgeschnittenen Gehölzen (siehe z. B. die von mir unter "Aberrationen/Anomalien" gezeigten Eschentriebe). Trotzdem würde ich gerne mal noch mehr von dem unteren Teil des Zweiges sehen, wo sich die Verrückungen abgespielt haben. (Sowas ist momentan mein "Steckenpferd".)

Dank im Voraus und Gruß! - Manfrid

Benutzeravatar
Tina
Beiträge: 285
Registriert: 06.09.2013, 18:00

Re: Kleines Knospenrätsel

Beitrag von Tina » 12.03.2014, 22:13

Hallo Manfrid!
Behaarung, große Nebenblattnarben und Rotfärbung könnten auf S. aurita deuten.
Gut, danke für den Richtungsweiser. Ich werde auf die Blätter warten.
Weiden bewurzeln sich ja leicht, und so dürfte es kein Problem sein, sie zum Austreiben zu bringen. Ich würde sie sogar gleich in Erde stecken, weil man dann das Problem mit dem Abbrechen der frischen Wurzeln beim Einpflanzen nicht hat.
Das habe ich jetzt schon mehrfach gehört. :-) Allerdings halte ich die Pflanzen schon seit Wochen im Wasser, und bis jetzt hat sich noch nichts getan.
Trotzdem würde ich gerne mal noch mehr von dem unteren Teil des Zweiges sehen, wo sich die Verrückungen abgespielt haben.
Ich bin mir da nicht sicher, ob ich dich richtig verstanden habe, habe mal ein paar Fotos gemacht. Allerdings von dem Zweig mit der "Doppelknospe"; die im Foto des zweiten von mir hochgeladenen Beitrags zu sehenden Knospen befinden sich woanders (oben am Hauptrieb).
Wenn du etwas anderes gemeint hast, sag es, ich habe die Pflanze ja noch.

Viele Grüße
Tina

P.S.: Weißt du, warum ich nur drei Fotos hochladen kann? In anderen Beiträgen habe ich viel mehr Bilder gesehen.
Dateianhänge
Weide_2014-03-12 (1).jpg
Weide_2014-03-12 (1).jpg (283.18 KiB) 3458 mal betrachtet
Weide_2014-03-12 (3).JPG
Weide_2014-03-12 (3).JPG (258.05 KiB) 3458 mal betrachtet
Weide_2014-03-12 (4).jpg
Weide_2014-03-12 (4).jpg (133.85 KiB) 3458 mal betrachtet

Manfrid
Beiträge: 1971
Registriert: 06.12.2010, 09:55

Re: Kleines Knospenrätsel

Beitrag von Manfrid » 12.03.2014, 23:16

Hallo Tina,

danke, das ist schon ganz gut. Also, es handelt sich ja bei dem Trieb mit "Doppelknoten" darum, dass er offenbar schon im gleichen Jahr ausgetrieben hat, wie seine Mutterachse. Der war wohl als Knospe angelegt für das nächste Jahr, hat aber durch den Rückschnitt zu viel "Dampf" gehabt, um so lange zu warten. Die zwei kleinen Knospen an seiner Basis sind normal, der obere Doppelknoten zeigt wohl an, dass bis dorthin der Trieb zunächst als Knospe angelegt war, ehe er darüber und darunter durchgetrieben hat. Sein frühes Austreiben hat auch die Augenstellungen an der Mutterachse durcheinandergebracht, was ich an Eschen ebenfalls schon öfter gesehen habe. Was sich da an der Mutterachse konkret gegenüber dem Normalzustand verändert hat, müsste man an der dortigen Augenfolge ablesen. Die "eingeklemmte" kleine Knospe ist vermutlich ein Opfer der starken Entwicklung ihres Vorgängers/Nachbarn geworden.

Steht der Trieb in einer dunklen Vase? Licht in einem durchsichtigen Glas hemmt die Wurzelentwicklung mitunter zu stark.

Für noch mehr Bilder würde ich einen neuen Beitrag machen, wenn mehr als drei nicht geht. Wird auch übersichtlicher. Also, vielleicht noch ein Bild von der Knospenfolge an der Hauptachse im größeren Überblick.

Dank im Voraus und viele Grüße! - Manfrid

Benutzeravatar
Tina
Beiträge: 285
Registriert: 06.09.2013, 18:00

Re: Kleines Knospenrätsel

Beitrag von Tina » 15.03.2014, 23:59

Hallo Manfrid,

ich hoffe, die Bilder reichen dir.

Gespannte Grüße
Tina

P.S. Leider im Querformat, denn das System meldete mir: "Das Bild muss zwischen 0 und 1024 Pixel breit sowie zwischen 0 und 768 Pixel hoch sein. Das angegebene Bild ist 681 Pixel breit und 1022 Pixel hoch." Tja....
Dateianhänge
Weide_2014-03-14 (3).JPG
Weide_2014-03-14 (3).JPG (134.79 KiB) 3429 mal betrachtet
Weide_2014-03-14 (2).JPG
Weide_2014-03-14 (2).JPG (143.59 KiB) 3429 mal betrachtet
Weide_2014-03-14 (1).JPG
Weide_2014-03-14 (1).JPG (167.04 KiB) 3429 mal betrachtet

Manfrid
Beiträge: 1971
Registriert: 06.12.2010, 09:55

Re: Kleines Knospenrätsel

Beitrag von Manfrid » 16.03.2014, 21:27

Hallo Tina,

danke für die Bilder! Im ersten sieht man ja sehr schön, wie der oberste der vorzeitig ausgetriebenen Seitenzweige die ganze Reihe der m. o. w. über seinem Ansatz befindlichen Augen "heruntergezogen" und auch geschwächt hat. Der Seitentrieb hat sich also auf Kosten der entsprechenden Partie der Mutterachse entwickelt. Das finde ich schon recht interessant. Regt mich gleich wieder zu verwegenen Thesen auch über die normale Organbildung am Pflanzenspross an...

Viele Grüße! - Manfrid

Antworten