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Verträglichkeit von Ackersenf

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wall2000
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Verträglichkeit von Ackersenf

Beitrag von wall2000 » 12.06.2009, 09:45

Hallo nochmal,

Boah, ich muß euch dringend erzählen, was mir passiert ist.

Gestern abend hab ich doch mein erstes Wildpflanzengericht gegessen.

Ackersenfblüten und Blätter in 200 gramm Frischkäse. Ich hab vielleicht 10 Blüten und 5 Blätter verwendet (ungekocht) und das hat so unglaublich lecker geschmeckt. So herrlich scharf und würzig !

Naja, die Nacht war seltsam. Circa 5 Stunden nach dem Esssen bin ich aufgewacht und gemerkt, daß irgendetwas anders ist.
Ich hab mich so total satt gefühlt im Bauch, und sozusagen bewußt "bemerkt" wie mein Körper das Essen im Darm verdaut.
Es war mir nicht schlecht, ich hab mich ständig gefragt, ob es mir eigentlich jetzt schlecht ist. Aber nein, es war eher so, daß es ein angenehmes Gefühl, der richtigen befriedigenen Sattheit zu verspüren war. Aber es war an der Grenze ! Noch ein bischen "Sattheit" mehr und ich hätte sagen müssen, daß es mir schlecht ist.
Allerdings hab ich sehr viel Durst bekommen. Hab circa 2 Liter nachts trinken müssen. Ich hab relativ wenig zu abend gegessen, normalerweise esse ich sehr viel mehr. Es waren nur 2 Brötchen auf den ich den Ackersenffrischkäse draufgestricken habe.
Außerdem verdaut mein Körper alles ganz schnell, weil ich eine (zugute) Verdauung habe (Schnellverbrenner). Daher hab ich auch ein Problem und esse sehr viel und habe ca. 25 Kilo übergewicht. Doch mit dem Ackersenf hab ich mich so richtig satt gefühlt, obwohl ich nur 2 Brötchen bestrichen abends gegessen hatte !

Fragen: Muß sich der Körper erst allgemein an WIldpflanzen gewöhnen ?
War die Menge jetzt gleich fürs erste Mal zuviel ?

Schreibt mir über eure Erfarhung beim ersten Essen von Wildpflanzen. Merkt ihr da was bei der Verdauung ?
Ich freu mich aber, denn irgendwie hab ich jetzt die Möglichkeit meine Verdauung stark zu beschäftigen. Vielleicht werde ich die Menge doch etwas reduzieren für den Anfang.
Selbst jetzt um 9:30 hab ich immernoch nicht so richtig Hunger auf Frühstück. Normalerweise halte ich es kaum durch bis morgens...

Oder sind unsere Nahrungsmittel (einschließlich Obst) so durch künstlichen Anbau (mit Dünger usw.) "verweichlicht" und "unnatürlich" das einige Menschen mit sehr guter Verdauung das viel zu rasch Verdauen ?

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Jule
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Re: Verträglichkeit von Ackersenf

Beitrag von Jule » 14.06.2009, 00:20

Hi!

Also, ich mache mir häufiger mal einen Salat aus Sauerampfer, Feldsalat usw. und hatte bis jetzt nie die Probleme die du ansprichst. Esse aber auch jeden Abend einen Salat. Mal gekauft, mal selber gemacht. Vielleicht ist mein Körper dann so viel Grünfutter einfach gewöhnt.
Ich kann mir aber schon vorstellen, dass das Magentechnisch erstmal nen kleiner Schock für deinen Körper war.

Dass die mehr sättigen habe ich nicht das Gefühl...

lg Jule

wall2000
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Re: Verträglichkeit von Ackersenf

Beitrag von wall2000 » 03.07.2009, 21:45

Also ich hab wieder mit Ackersenf rumexperimentiert.

Gekocht verträge ich in besser, aber die rohen Blätter wirken bei mir echt krass. Das sind für meinen Organismus fast schon psychoaktive Reaktionen, aber Ackersenf ist garantiert nicht psychoaktiv.
Hab nach einer großen Joggrunde mal wieder Ackersenf-Kräuterquark gegessen. Nach 2 Broten war ich schon satt.
Hab genau "zugeschaut" wie mein Körper den Ackersenf erst im Magen angedaut hat und später dann im Darm.
Dann hab ich plötzlich total Lust auf Schokolade bekommen, und die hat so total intensiv geschmeckt....
Außerdem hab ich die Senföle des Ackersenfes gemerkt. Die sind mir bis in die Nase aufgestiegen, so als ob ich Senf ausversehen in die Nase bekommen.

Oder reagiere ich halt besonders sensibel. Bei anderen Pflanzen ist das aber nicht so !

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Rhincodon_typus
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Re: Verträglichkeit von Ackersenf

Beitrag von Rhincodon_typus » 10.08.2009, 10:29

Wenn ich zuviel Senf oder Meerrettich esse, rumort es manchmal auch in meinem Magen. Die Senfölglykoside darin sind wohl leicht schleimhautreizend.

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