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Infloreszenzen - die unendliche Geschichte

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Manfrid
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Re: Infloreszenzen - die unendliche Geschichte

Beitrag von Manfrid » 10.02.2021, 21:03

Marlies hat geschrieben:
10.02.2021, 13:56
möglicherweise sind es bei der Silene Monochasien. Dichasien mit einem fehlenden zweiten Ast sozusagen.
Ist gut denkbar. Der eine Ast ist ja ohnehin bei vielen Nelkengewächsen kleiner als der andere. Als Beispiel für einen solchen Aufbau nimmt Troll Silene gallica. Allerdings wäre theoretisch auch möglich, dass die Seitenblüte an jedem Knoten eher als Endblüte des einen (klein bleibenden) Seitenastes anzusehen wäre, während die Endblüte der Mutterachse abortiert. Falls die Seitenblüten Vorblätter haben - was ich nicht weiß - wäre es u. U. sinnvoll, die Sache so zu interpretieren.
Noch deutlich weiter weg vom Dichasium bzw. überhaupt vom Thyrsus und stark in Richtung Rispe geht dann übrigens Silene nutans.
Marlies hat geschrieben:
10.02.2021, 13:56
Holosteum... ein zusammengestauchtes Pleiochasium vielleicht?
Ein zusammengestauchtes Dichasium passt besser - wegen der Blattpaare.

Manfrid

Marlies
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Re: Infloreszenzen - die unendliche Geschichte

Beitrag von Marlies » 11.02.2021, 16:24

Oh! Auf solche "Feinheiten" wie Vorblätter hatte ich beim Bildergucken ja nun gar nicht geachtet. Also danke für den Hinweis.
Noch eins zu den Silenen:
Manfrid hat geschrieben:
10.02.2021, 21:03
Noch deutlich weiter weg vom Dichasium bzw. überhaupt vom Thyrsus und stark in Richtung Rispe geht dann übrigens Silene nutans.
Fast noch abartiger scheint mir Silene tatarica. Sieht aus wie eine geschlossene Traube, was aber nicht stimmen kann ...
Solche Stolperstellen fallen im wahren Leben nicht weiter auf, da man diese Leimkräuter i.a. auch so erkennt, also ohne darüber zu sinnieren, ob man ein Nelkengewächs vor sich hat.

Marlies

Manfrid
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Re: Infloreszenzen - die unendliche Geschichte

Beitrag von Manfrid » 11.02.2021, 20:27

Marlies hat geschrieben:
11.02.2021, 16:24
Silene tatarica
Ähnlich wie nutans. Sofern die Vorblattachselknospen der Seitenblüten unentwickelt bleiben, geht das dann natürlich in Richtung geschlossener Traube. Ansonsten ist es ein geschlossener Thyrsus.
Interessant ist halt dieses Nebeneinander von "Cymoiden" mit sympodialen Hauptachsen einerseits und völlig monopodial erscheinenden Hauptachsen andererseits in der Gattung.

Manfrid

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Re: Infloreszenzen - die unendliche Geschichte

Beitrag von Marlies » 11.02.2021, 22:26

Hallo Manfrid, danke für deine Einschätzung. Dann lag ich ja gar nicht so verkehrt, freut mich.

Marlies

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