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Ficus an der Mittelelbe

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Garibaldi
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Ficus an der Mittelelbe

Beitrag von Garibaldi » 04.10.2019, 17:17

Ich vermute, diese Feige hat es wie Physalis, Tomate oder Chia als Samen durch die Kläranlage geschafft und ist dann am Ufer aufgegangen, Fundort war Magdeburg, unmittelbar am Ufer gab es tragende Tomatenpflanzen. An der Elbe gibt es bis auf Hamburg und ganz unten im Dresdener Raum keine Punkte für Ficus bei floraweb.de, der Rhein ist dagegen ziemlich "punktiert". Ist die Planze im Osten tatsächlich unterkartiert oder ist es da einfach zu kalt? Oder werden hier weniger Feigen gegessen? Ficus kenne ich bisher nur aus Südeuropa oder aus Gärten, in Potsdam wird die Pflanze im Schlosspark kultiviert. Wie alt mag die Pflanze auf dem Foto sein?
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jake001
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Re: Ficus an der Mittelelbe

Beitrag von jake001 » 17.10.2019, 20:07

Zu kalt wäre vlt etwas ungenau. Zu kontinental trifft es wahrscheinlich eher. Die Durchschnittstemperatur ist nicht unbedingt das Problem. Aber ich erinner mich noch, wie ich in Dresden bei minus 28 °C am Feuer gefroren habe. Die Sommer sind nicht unbedingt kälter als im Westen.

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botanix
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Re: Ficus an der Mittelelbe

Beitrag von botanix » 17.10.2019, 21:41

Hallo,
die mittlerweile fast durchgängig milden Winter geben den Feigen die Chance groß zu werden. Ich schätze mal, die jungen Pflanzen brauchen 2-3 milde Winter um das Frost-kritische Jungstadium zu verlassen. Die etwas älteren, stärker verholzten Pflanzen überstehen dann 5-10 Grad Minus besser. Ob sie natürlich Minus 20 Grad überstehen, zumindest über einige Zeit, das ist die Frage. Die Elbe wird wohl auch, wie ein innerstädtischer Fundort, für eine gewisse Wärmebegünstigung sorgen.
Zum Vergleich: der Kirschlorbeer zeigt zwar nach stärkeren Frösten auch immer braune Blätter (besonders die breitblättrigen Sorten), regeneriert sich aber schnell.

Gruß
Peter
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