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Mikroskopie in der Botanik

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Alex H
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Mikroskopie in der Botanik

Beitrag von Alex H » 07.07.2018, 11:36

Hallo,

ich habe mir vor ein paar Wochen ein gebrauchtes Stereomikroskop angeschafft, und habe in den letzten Tagen auch mehrere Fotos damit gemacht. Leider ist es offenbar kaum möglich ohne aufwändige Bildbearbeitung (stacking usw...) wirklich schöne Bilder zu erzeugen.
An der Ausrüstung mag es nicht liegen. Ich verwende ein MBS-10 Stereomikroskop (mechanisch etwas grobschlächtig, aber mit hochwertiger Optik), und als Beleuchtung eine LED-Ringleuchte sowie zwei Jansjö-Arbeitsleuchten. Fotografiert habe ich bisher mit eine Canon 1100D im Life-View-Modus, die mit einer passenden Adaption an das Mikroskop angeschlossen wurde, sowie mit einer GoPro, welche ich einfach vor das Okular gehalten habe. Die Bilder mit der GoPro werden m. E. eher besser als die mit der umständlichen Fotoadaption und der sehr schweren und unhandlichen Canon.

Hat jemand hier Erfahrung mit der Fotografie durch ein Stereomikroskop und kann mir vielleicht ein paar Tipps geben wie ich meine Bilder verbessern kann, falls das überhaupt möglich ist?
Ich freu' mich über jede Antwort zum Thema.

Anbei noch ein Bild zweier Samen von Coccinia trilobata (Cucurbitaceae), einem caudexbildenden Kürbisgewächs aus dem tropischen Afrika.

Bild

Grüße
Alex

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botanix
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Re: Mikroskopie in der Botanik

Beitrag von botanix » 07.07.2018, 12:14

Hallo,
Problem Schärfentiefe: sie nimmt unter Massstab 1:1 rapide ab, ganz schnell unter ein Zehntelmillimeter. Abblenden hilft da auch nicht weit (Stichwort Förderliche Blende). Sind die Chips kleiner (Go Pro) scheint das Ergebnis besser, weil der Abbildungsmassstab günstiger ist.
Einzige Lösung: Stacking.
Software dazu z.B. von Helicon Focus. Kann auch die Canons steuern, also die Stackschritte, weis aber nicht ob das mit den einfachen Canons geht.
Einfach mal googeln.
Stativ ist nötig, ein Einstellschlitten hilfreich.

Gruß

Peter
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Alex H
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Re: Mikroskopie in der Botanik

Beitrag von Alex H » 07.07.2018, 23:46

Hallo Peter,

vielen Dank für deine Antwort.
Es scheint mir aber nicht nur die mangelnde Schärfentiefe zu sein. Die besteht ja auch wenn man mit den Augen durch die Okulare blickt. Das Bild wird einfach nicht so klar abgespeichert wie es mit dem Auge wahrgenommen wird. Die Spitzlichter, der Kontrast, die Brillianz ... das alles kommt nicht so rüber.
Stereomikroskope scheinen sich aber ohnehin nicht so fürs Fotografieren zu eignen wie die klassischen Durchlichtmikroskope. Bei denen ist die Schärfentiefe aufgrund der relativ flachen Präparate zudem auch noch zweitrangig.

Hast du vielleicht Bilder die du hier einstellen willst damit ich einen Vergleich habe?

Grüße
Alex

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botanix
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Re: Mikroskopie in der Botanik

Beitrag von botanix » 08.07.2018, 18:00

Hallo,

Bildbearbeitung hilft dir vermutlich noch ein Stück weiter.
Mikroskopfoto_Alex.jpg
Mikroskopfoto_Alex.jpg (375.67 KiB) 156 mal betrachtet
Hier nur einfach mit IrfanView Kontrast und Farben verändert.
Frag aber mal im Mikroskopieforum nach, da sind die Spezialisten für dieses Thema.
https://www.mikroskopie-forum.de/

Gruß

Peter
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Re: Mikroskopie in der Botanik

Beitrag von Alex H » 08.07.2018, 22:56

Hallo Peter,

danke für den Tipp!

Grüße
Alex

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