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Leccinum sp. => Leccinum cf. piceinum

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JarJar
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Leccinum sp. => Leccinum cf. piceinum

Beitrag von JarJar » 28.11.2020, 19:54

Hallo miteinander,

kann man hier was konkreteres dazu sagen? Leider weiß ich nicht mehr, unter was für einem Baum er gestanden hat... dem Anschein nach war ein Nadelbaum in der Nähe - evtl. eine Eiche...

Funddaten: Deutschland, Baden-Württemberg, Schwarzwald-Baar-Kreis, Unterhölzer Wald bei Donaueschingen, 19.07.2012

LG und Dank,
Christoph
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abeja
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Re: Leccinum sp.

Beitrag von abeja » 28.11.2020, 20:42

Hallo Christoph,
die Gattung versteckt sich irgendwie vor mir (2-3 alte Birkenpilze, 2 Hainbuchen-Raufüsse und ein paar Gelbporige Raufüsse - das war es auch schon), so dass ich da immer wieder bei "Adam und Eva" anfangen muss.

Man muss (theoretisch) die Farbe der Stielschuppen haben (haben wir, besser noch: bei jungem und altem Pilz), Huthaut überstehend oder leicht zurückgezogen (?), Verfärbungsverhalten im Schnitt (?) und natürlich die Begleitbäume.

Ich denke, hier passt die Fichten-Rotkappe ganz gut (Nadeln sind da), Leccinum piceinum, die soll aber sehr selten sein.
Wenn da auch Eichen waren ... der entsprechende Pilz sieht optisch anders aus.
Aber - wie gesagt - Leccinum .. puh.
Vielleicht hat hier noch jemand mehr Erfahrung damit und sieht dem Pilz sofort "an der Nasenspitze" an, wie er denn heißt.
Viele Grüße von abeja

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JarJar
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Re: Leccinum sp.

Beitrag von JarJar » 29.11.2020, 12:26

Hallo abeja,

ich danke dir ganz herzlich für deine Rückmeldung! Ich werde den Pilz bei mir mal unter Leccinum cf. piceinum abspeichern. Vielleicht meldet sich ja noch jemand dazu :) Haben scheinbar alle eine Gemeinsamkeit - sie sind essbar :) Gut, dass ich ihn damals habe stehen lassen - gerade wenn es denn ein Seltener gewesen sein sollte...

LG Christoph

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abeja
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Re: Leccinum sp. => Leccinum cf. piceinum

Beitrag von abeja » 29.11.2020, 17:35

Hallo Christoph,
ja, dickes cf. - weil man die Huthaut nicht beurteilen kann und die Verfärbung auch nicht.
Gestern fiel mir noch siedend heiß ein, ob es nicht auch einfach nur ein Birkenpilz Leccinum scabrum sein könnte, falls da irgendwo "unsichtbar" eine Birke stand, vielleicht in einigen Metern Entfernung.
Meine Birkenpilze waren zwar etwas heller am Hut und ich vermutete anhand der nächstgelegenen Bäume zuerst auch etwas anderes. Als man mir sagte, das seien eindeutige Birkenpilze, habe ich die Birken gesucht ... und gefunden, ungefähr 10 m entfernt in zweiter Reihe vom Waldrand aus gesehen.

Hier z.B. werden Birkenpilze gezeigt, die im Nadelwald stehen (die Birken werden schon irgendwo sein)
https://pilzbuch.pilzwelten.de/birkenpi ... abrum.html
Viele Grüße von abeja

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JarJar
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Re: Leccinum sp. => Leccinum cf. scabrum

Beitrag von JarJar » 29.11.2020, 17:44

Hallo abeja,

sehr gut, dass eine Birke in der Nähe gestanden hat... ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern... aber vom Habitat her passen dort Birken auch gut hin! Dann taufe ich ihn mal in Leccinum cf. scabrum um ;) Wird wohl wahrscheinlicher sein...

LG und vielen Dank,
Christoph

jake001
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Re: Leccinum sp. => Leccinum cf. piceinum

Beitrag von jake001 » 30.11.2020, 13:48

Ging mir auch schon so, mitten in der Dresdner Heide fand ich einen Birkenpilz. Kam mir äusserst komisch vor. Konnte ihn zuerst gar nicht bennenen, weil ich den hauptsächlich auf dem Heller gesammelt hatte. Dann wurde es mir nach 15 sec doch klar und dann guck ich mich um und finde gleich drei Birken. Grade im Wald haben die selbst im jungen Zustand oft keine so sehr weisse Rinde mehr, weil durch das Mikroklima schnell Algen drauf ansetzen. Es ist also alles andere als ausgeschlossen, dass du eine Birke einfach nicht wahrgenommen hast.

Gruss

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