Keine Chance für Nazi-Propaganda und Rassismus in diesem Forum! #noafd #nopegida

Könnte das ein Austernseitling sein?

Dieses Forum ist für Flechten- und Pilzfragen aller Art da.

Moderatoren: akw, Jule

Forumsregeln
1. Bildanhänge für Themen und neue Beiträge dürfen nicht größer als 800 x 600 sein, ansonsten funktioniert der Upload nicht!
2. Bitte zu jeder Anfrage einen Fundort (Land,Stadt, Umgebung, Habitat etc.) und Funddatum angeben

TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg und die Artansprache hier im Forum.
Weiterhin viel Spass im Forum :)
Antworten
Klara
Beiträge: 245
Registriert: 14.01.2013, 15:15

Könnte das ein Austernseitling sein?

Beitrag von Klara » 29.10.2020, 20:00

Hallo,
der bzw. die Pilze wuchsen in unserem Vorgarten inThüringen Nähe Ohrdruf!
Falls nötig, kann ich auch noch Fotos von Einzelteilen oder Unterseite machen.

Bild

Bild

Vielen Dank im Voraus! Grüßle
Klara

Benutzeravatar
abeja
Beiträge: 2840
Registriert: 23.01.2009, 19:04
Wohnort: da, wo D an CH und F grenzt

Re: Könnte das ein Austernseitling sein?

Beitrag von abeja » 29.10.2020, 20:48

Hallo Klara,
die Oberseite sieht sehr typisch aus. Ein Unterseitenfoto schadet aber trotzdem nicht!
Viele Grüße von abeja

Klara
Beiträge: 245
Registriert: 14.01.2013, 15:15

Re: Könnte das ein Austernseitling sein?

Beitrag von Klara » 29.10.2020, 22:05

Danke Abeja, ich versuche es morgen. Mal sehen, wie ich zu Potte komme, ohne die Deko zu ruinieren!
Gute Nacht!
Klara

Klara
Beiträge: 245
Registriert: 14.01.2013, 15:15

Re: Könnte das ein Austernseitling sein?

Beitrag von Klara » 30.10.2020, 10:53

Bild

Bild

Guten Tag!
Ich hab die Pilze mal vorsichtig vom Stamm, aus dem sie wachsen gelöst. Sie wachsen
aus einem Riss im unteren Ende des Goldregen-Bäumchens pyramidenförmig übereinander.
Der Geruch ist angenehm mild. Ich würde sagen, sie sind essbar?
Grüßle
Klara

jake001
Beiträge: 3648
Registriert: 09.06.2015, 13:53
Wohnort: BW

Re: Könnte das ein Austernseitling sein?

Beitrag von jake001 » 30.10.2020, 15:18

Goldregen? Der wäre ja nicht so gesundheitsförderlich. Ich weiss immer nie, was die Pilze noch von ihrer Nahrungsquelle mitnehmen.

Klara
Beiträge: 245
Registriert: 14.01.2013, 15:15

Re: Könnte das ein Austernseitling sein?

Beitrag von Klara » 30.10.2020, 18:18

Danke für Deine Antwort, jake, aber wer könnte einem denn da weiterhelfen?
Klara

Benutzeravatar
abeja
Beiträge: 2840
Registriert: 23.01.2009, 19:04
Wohnort: da, wo D an CH und F grenzt

Re: Könnte das ein Austernseitling sein?

Beitrag von abeja » 30.10.2020, 19:51

Hallo Klara,
Austernseitling ist nun klar, ob essbar ... weiß nicht.
Ich persönlich wäre eher abgeneigt, aber möglicherweise ist das übertrieben (siehe im verlinkten Thread Post 4).

Die Frage, ob Pilze giftige Substanzen vom Holz übernehmen können, taucht immer wieder auf. Hauptsächlich geht es da um Schwefelporling von Eibe und Robinie.
Im DGfM-Forum war das im Mai 2020 ein Thema, nachdem es bei Facebook dazu wohl hoch her ging.
Im DGfM-Forum wurden diverse Dokumente verlinkt, es haben sich auch Fachleute dazu geäußert, die an der Uni Substanzen in Pilzen suchen bzw. wissenschaftlich untersuchen.
Zum Schwefelporling und dem EINMAL darin gefunden Laetirobin (was cytotoxisch auf Krebszellen wirken soll), wurde von einem Fachmann nachvollziehbar bezweifelt, dass das möglich ist - nämlich weil Pilze nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht in der Lage wären, in ihrem Stoffwechsel diese komplexen Sekundärstoffe herzustellen. Weil man diese Substanzen (einmalig!) in einer Pilzprobe gefunden hat, vermutete dieser Fachmann eine Kontamination der Pilzprobe mit Substratresten - weil exakt das bei ihren eigenen Versuchen an der Uni auch schon vorgekommen ist.
Jetzt wird aber in Deutschland (TU-Dresden) eine Untersuchung gestartet (bzgl. Schwefelporling).
https://www.dgfm-ev.de/news/schwefelpor ... ie-gesucht

Im Laufe des Threads wird auch eine Untersuchung zitiert, die - bzgl. Goldregen und darauf wachsenden Austernseitlinge und Samtfußrüblingen- Entwarnung gibt (Eine Untersuchung von 2012 Uni Greifswald, ob der Originaltext irgendwo findbar ist, habe ich jetzt nicht gesucht).
Da konnte man in den Pilzen keine Giftstoffe nachweisen, im Holz waren aber die erwarteten Gifte.
Siehe Post 4 in diesem Thread (wobei es sich aber empfiehlt, den Thread komplett inkl. Links zu lesen)
https://forum.dgfm-ev.de/thread/2217-sc ... ie-giftig/
Viele Grüße von abeja

Klara
Beiträge: 245
Registriert: 14.01.2013, 15:15

Re: Könnte das ein Austernseitling sein?

Beitrag von Klara » 31.10.2020, 09:08

Guten Morgen, abeja,
danke für Deine ausführliche Antwort! Bis jetzt habe ich mich immer nur dafür interessiert,
ob der Pilz essbar ist und außer den Schadstoffeinlagerungen durch die Katastrophe von
Tschernobil war mir nichts bekannt. Es kommt ja auch auf die Menge an, die man verzehrt!
Ich kenne so ca. 35 essbare Pilzarten, muss aber nicht alle essen. Ebenso wenig, wie ich aus Polen
importierte Pfifferlinge kaufen und essen würde. Das ist aber Geschmackssache!
Allerdings fand ich den ebenmäßigen Pilz aus dem Stamm sehr schön und wollte gern
Genaueres wissen.
Einen schönen Herbsttag wünscht Dir
Klara

Antworten