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Stielbovist auf Sandrasen

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Kraichgauer
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Stielbovist auf Sandrasen

Beitrag von Kraichgauer » 08.03.2020, 16:31

Hallo zusammen,

könnte das Tulostoma kotlabae sein? Gefunden heute (8.3.2020), Nordbaden, Forst bei Bruchsal, FND Eschig, gestörter Sandrasen auf altem Kalksanddünenrest.

Danke und Gruß Michael
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Tulostoma kotlabae (cf) Forst FND Eschig D3.jpg
Tulostoma kotlabae (cf) Forst FND Eschig D3.jpg (156.17 KiB) 223 mal betrachtet
Tulostoma kotlabae (cf) Forst FND Eschig D2.jpg
Tulostoma kotlabae (cf) Forst FND Eschig D2.jpg (145.07 KiB) 223 mal betrachtet

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abeja
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Re: Stielbovist auf Sandrasen

Beitrag von abeja » 08.03.2020, 20:16

Hallo Michael,
eine wirklich fundierte Einschätzung traue ich mir da mangels Erfahrung (exakt eine Tulostoma gefunden bisher) nicht zu.
Lt. Habitat und Beschreibung könnte das aber meiner Meinung nach gut hinkommen, die Peristomöffnung ist sehr (!) kurz zylindrisch (kann man das überhaupt noch zylindrisch nennen ?) und ohne jeglichen (sichtbaren) Hof, die Färbung von Kopf-und Stielteil ist sehr hell/ eher weißlich. T. kotlabae soll keine Exoperidie haben wie andere Arten (wo diese dann schuppig abblättert), sondern man soll eine relativ glatte (seidig/körnige) Endoperidie sehen (an der dann oft die Sandkörnchen hängen).

Trotzdem bin ich nicht sicher, weil mir die Oberfläche etwas geschuppt erscheint, stärker als auf manchen Vergleichsbildern. Die Alternative T. brumale sollte einen undeutlich begrenzten bräunlichen Hof haben (aber auch nicht auf allen Bildern sichtbar), eine abblätternde Exoperidie haben, wodurch die Oberfläche leicht schuppig erscheinen soll. Wenn aber die Exoperidie noch intakt ist, dann soll man den Hof schlecht sehen können ... Und die Art soll einen eher ockerfarbigen Stiel haben. Richtig ockerfarbig ist hier ja nichts ... oder ... der Pilz oben in der Mitte, doch ein bisschen ? Mmmmh. :roll: ... ich kann mich nicht entscheiden! :?

Allerdings liest man immer wieder etwas von Funden, die (auch mikroskopisch) nicht ganz eindeutig zuzuordnen wären. Es wird viel sequenziert ...

EDIT:
die Öffnung ist NICHT zylindrisch, sondern sehr flach, etwas ausgefranst (manchmal), deshalb schwenke ich zu Tulostoma fimbriatum um.
Viele Grüße von abeja

Kraichgauer
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Re: Stielbovist auf Sandrasen

Beitrag von Kraichgauer » 09.03.2020, 13:21

Danke. Die Gruppe ist kompliziert, das weiß ich.
Die Exemplare sind winterfruchtend und waren schon ziemlich alt, daher das Ausbleichen.
T. kotlabae war in Nordbaden schon gefunden worden, daher hatte ich den favorisiert.
Also lassen wir das mal vorläufig als cf. fimbriatum. Es waren zwar > 20 Exemplare, aber sahen alle gleich aus.

Gruß, Michael

Kraichgauer
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Re: Stielbovist auf Sandrasen -> Tulostoma fimbriatum

Beitrag von Kraichgauer » 15.03.2020, 22:49

So, nachdem ich das Ganze in der Pilzflora von BW nochmal nachvollzogen habe: +/- eindeutig T. fimbriatum. Die ist auch die (relativ) häufigste Art auf den Sandrasen und Sandbrachen hier.
T. kotlabae wäre kleiner und hätte die "zitzenartige" Öffnung.
Danke nochmals für die Hilfe.

Gruß, Michael

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