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Welche Pilze sind das? (Oberpfalz)

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weissnix
Beiträge: 7
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Welche Pilze sind das? (Oberpfalz)

Beitrag von weissnix » 30.09.2018, 12:08

Hallo,
könnt ihr mir bitte helfen bei der Bestimmung?

die ersten Bilder ist ein Steinpilz? eher als ein Galli,ich habe mir aber dann nicht getraut zu essen, jetzt weiß ich welche Tests es da gibt. Bitte keine große Diskussion Steinpilz oder Galli, einfach nur eure Meinung.
Da ich mich mit Bäumen (schande über mein Haupt) nicht besonders auskenne kann ich wenig sagen wo ich ihn gefunden habe. Laubwald auf jeden Fall.
Gefunden letztes Jahr August.

Die anderen Bilder sind vom Mitte September,diesen Jahres, gefunden in einem Laubwald. Leider teilweise verschwommen..

Vielen Dank.
VG
WN
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abeja
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Re: Welche Pilze sind das? (Oberpfalz)

Beitrag von abeja » 30.09.2018, 23:09

Hallo,
mit deiner Anfrage habe ich ziemlich Schwierigkeiten, was einerseits daran liegt, dass bei mir die "typischen" Speisepilze und ihre Verwechslungspartner kaum wachsen ... zumindest die nicht, die sauren Boden bevorzugen. Daher muss ich mich mangels Erfahrung immer strikt an die sichtbaren Merkmale halten...

Der dicke Pilz unten ... hat der überhaupt eine Netzzeichnung (und der kleine daneben... hat der überhaupt eine Netzzeichnung)?
Wenn mit heller Netzzeichnung (an der Stielspitze ist da was ... oder ist das ein Bildartekfakt ?): dann Steinpilz, Röhrenfarbe stimmt, Hutfarbe stimmt, normalerweise sieht man aber oft einen weißlichen Rand, keine Verfärbung stimmt.
Wenn dunkle Netzzeichnung und im Alter rosa Schimmer an den Röhren: Gallenröhrling .... ist da im Original ein dunkles Netz?
Wenn gar keine Netzzeichnung (sondern "faserig-maserig" am Stiel), dann eventuell ein Maronenröhrling, der auf Druck blauen sollte (das tun sie aber nicht immer....)

Der unscharfe kleine helle Pilz geht m.M. nach in Richtung Ziegenlippe im weiteren Sinn (mehrere Arten), allerdings erscheinen mir die Poren relativ fein dafür.
Die Oberflächenstruktur sollte man auch immer beachten, ob glatt, trocken oder schmierig (auch wenn angefeuchtet), eingewachsen faserig, filzig usw.
Bei Röhrlingen ist neben Bild von oben, von unten, von seitlich bei vielen Art ein Schnittbild (längs von oben nach unten inklusive Basis) wichtig, manchmal hat auch die Farbe des Basismyzels Bedeutung. Es geht da im Schnitt um typische Verfärbungsmuster. Oft muss man auch einen Moment auf die Verfärbung warten ... und auch dann ist manchmal nicht alles eindeutig - bei ganz jungen oder ganz alten Pilzen z.B.
Es wurden auch viele Arten neu abgespalten. (Schwimm-schwimm-schwimm im Meer der unbekannten Pilze ... ;) )
Viele Grüße von abeja

jake001
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Re: Welche Pilze sind das? (Oberpfalz)

Beitrag von jake001 » 01.10.2018, 09:12

3 Bilder a Sand-Röhrling (oder Kuh-Röhrling),
Steinpilz
Steinpilz und Marone

Für Gallenröhrling viel zu groß und Futter zu gelb ... beim Gallenröhrling, weiß oder rosa überlaufen. Die weiße Netzzeichnugn sieht man oft nur kurz unterm Hut und dort ist sie auch vorhanden ...

Ja. Es ist wieder Pilz-Zeit, bei mir gestern: Pfifferlinge und 2x Flockenstieliger Hexen-Röhrling. Eine Marone hab ich weggelegt, Fliegenpilze sammel ich nicht *fg*, ein einzelner violetter Lacktrichterling lief mir über den Weg. Dann war da noch was Undefinierbares. Sah nach einem Schönfuß-Röhrling aus, aber komplett ohne rote Farbe. War eh wurmstichig.

abeja
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Re: Welche Pilze sind das? (Oberpfalz)

Beitrag von abeja » 02.10.2018, 23:12

Hallo,
wie gesagt, bei den Bildern würde ich mich nicht festlegen wollen ...
Meine Aufzählung der Merkmale war zum Zweck eingestellt, dass der Anfragende daraufhin noch einmal vergleichen kann.

Die oberen drei Bilder stammen lt. Info ja aus einem Laubwald.
Der Sandröhrling wächst bei Kiefern auf saurem Boden, hätte "sandige" (körnig granulierte) Hutoberfläche (was ich hier nicht erkennen kann).
Von der Porenfarbe und Porengröße würde er mir allerdings auch "gefallen", der Kuhröhrling wiederum hätte sehr weite Poren und ein glatte (feucht schmierige) Oberfläche, wächst aber auch auf nährstoffarmen Boden bei Kiefern.

Beim mutmaßten Steinpilz sehe ich auch das weiße Dingsbums ganz oben am Stiel (in Röhrennähe), bin aber bei der Bildqualität nicht sicher, ob es wirklich eine Netzstruktur ist ... (ist es wahrscheinlich). :lol:
Ich gehe auch davon aus, dass der Dicke und der Kleine direkt nebeneinander wuchsen und zumindest für die gleiche Art gehalten wurden (und eventuell auch sind).
Viele Grüße von abeja

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