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verschiedene Waldpilze - 1-

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molufri
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verschiedene Waldpilze - 1-

Beitrag von molufri » 08.09.2017, 18:42

Hallo an alle User,
liebe abeja
ich habe mir Deine ganzen Ausführungen (hab ganz vielen Dank für Deine Mühe !) doch sehr zu Herzen genommen und auch gemerkt, daß ich ohne eine Systematik im Hirn erst mal nicht weiterkomme;
beim letzten Thread hatte ich schon zwei Büchlein bestellt, waren aber bei den jetzt kommenden Bildern noch nicht da - Kosmos Naturführer (Welcher Pilz ist das ?) - Markus Flück (170 Pilze) und auch Markus Flück Welcher Pilz ist das - Extra Baumpartner (270 Pilze) - letzteres empfand ich gleich für mich erst mal als sehr hilfreich, weil am Anfang, sehr verständlich und übersichtlich die Merkmal-Systematiken gut strukturiert aufgezeigt sind und ich nun endlich begriffen habe, was /warum Du alles zur Bestimmung haben mußt ;-)

die Bilder in diesen Büchlein sind für mich sehr gut und deutlich, auch gute knappe/ präzise Erklärungen - und ich habe versucht, meine Pilze anhand der Bilder zu bestimmen;
es ist mir aber nur bei zweien gelungen, denke /hoffe ich ;-)
zum einen kenne ich nicht alle Reifungsgrade - also, wie sehen die jung und alt aus - dann wie erkennt man einen , der schon etwas "angegangen" ist, wenn man ihn sonst noch nie gesehen hat;
zum anderen denke ich auch, daß einige Pilze in dem 240ger Buch auch gar nicht drin sind - zumal es mir eben auch nicht nur (aus fotografischen Gründen) um Speisepilze geht, sondern um ein attraktives Wald-Pilz-Foto - egal welcher Pilz.. also ich brauche auch alle Gift-Moder-oder sonstige nicht-essbaren Pilze

dann habe ich mir Deine Buchempfehlungen angeschaut - wobei ich dann zuletzt (als Zusatz zu denen die ich jetzt habe) beim Gerhard hängen geblieben bin, der Vielfalt wegen;
der Bon war mir sympathisch, aber ich hatte schon mal eine Pflanzenbuch, nur als Zeichnung - da habe ich nix wiedererkannt., und das warnte mich jetzt.. (aber sicher gut für einen der sich schon auskennt)... insofern war ich hier erst mal skeptisch, also, ich glaube, ich brauche erst mal weiter noch Fotos..

gut.. ich freue mich aber, daß ich jetzt erst mal eine Linie habe und freue mich nun auf den Wald.. werde aber mit Sicherheit hier noch eine Weile auflaufen ;-)

also diese Fotos waren noch ohne Wissen dieser Bücher fotografiert, habe aber schon versucht, etwas mehr Details zu bekommen..
ich muß noch zufügen, daß ich leider sehr selten mehrere Pilze auf einem Haufen hatte.. immer nur einen, max zwei und mich gescheut habe, die herauszutun (meine alter Grundkonflikt) - also so gut wie möglich habe ich es versucht..
schau, mal wie es geht.. wenn nicht liefere ich beim nächsten mal nach

alle Bilder Südharz, auf 300 Meter, 3.9.17, Mischwald (Nadelbäume, Buchen,Eichen, Birken u.a.)

weitere Pilze im nächsten bei -2-

Vielen herzlichen Dank !
Recht viele Grüße
Luise
Dateianhänge
Lamellen-quer-Musterung HutP9050070.JPG
1
nach Bestimmung: Röhrling, evtl. Filzröhrling im weiteren Sinne
Lamellen-quer-Musterung HutP9050070.JPG (206.11 KiB) 540 mal betrachtet
Lamellen-hellbraunP9050040FO.JPG
2
nach Bestimmung: Täubling, Russula spec.
Lamellen-hellbraunP9050040FO.JPG (283.03 KiB) 540 mal betrachtet
grau-stumpf gebuckelt-breite ManchetteP9050101.JPG
3
nach Bestimmung:unklar, evtl. Träuschling, Stropharia spec
grau-stumpf gebuckelt-breite ManchetteP9050101.JPG (186.38 KiB) 540 mal betrachtet
dunkle kappe-wellige lamellenP9050253.JPG
4
nach Bestimmung: nicht mehr bestimmbar, alt, evtl Schwarztäublinge
dunkle kappe-wellige lamellenP9050253.JPG (201.18 KiB) 540 mal betrachtet
dunkle kappe-röhrenP9050252.JPG
5
nach Bestimmung:nicht mehr bestimmbar, alt, evtl Schwarztäublinge
dunkle kappe-röhrenP9050252.JPG (244.03 KiB) 540 mal betrachtet
dickerstiel-in kappe übergehendP9050254.JPG
6
nach Bestimmung: Stäubling, möglicherweise Flaschenstäubling
dickerstiel-in kappe übergehendP9050254.JPG (228.13 KiB) 540 mal betrachtet
Zuletzt geändert von molufri am 09.09.2017, 11:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: verschiedene Waldpilze - 1-

Beitrag von abeja » 09.09.2017, 00:22

Hallo Luise,
puh, schwierig.
Das sind meistens etwas ältere Pilze, die du zeigt - die schon einen Trockenheitsschaden haben.
Der "gemeine Pilzsucher" wartet auf Regen, dann gibt es was Frisches :)

Nr. 1
Das sind keine Lamellen, das sind sehr grobe Röhren.
Also ein Röhrling, die Huthaut ist durch Trockenheit so aufgeplatzt.
Wahrscheinlich ein Filzröhrling im weiteren Sinn. Farblich (weil da kein Rot ist) vielleicht eine Ziegenlippe.
(Aber es gibt da weitere sehr ähnliche Arten, ich habe da auch nicht so den Durchblick/ Erfahrung).
Sicherer ist man da mit jüngeren Pilzen und typischen Färbungen, bzw. Verfärbungen im Längsschnitt (von oben bis ganz zur Basis inkl.).
Dann könnte man mehr sagen, wenn man sich die aktuellen Bearbeitungen durchliest. (Boletales.com oder mal im Pilzforum.eu schauen ob es ein Portrait unter dem Namen des Kandidaten gibt, da werden die Neuerungen so gut es geht eingebaut und auf die anderen Arten hingewiesen.)

Nr. 2 ist wieder ein Täubling, Russula spec. (Täublinge und Milchlinge im Allgemeinen erkennen: per Stieldurchbrechen, normalerweise, er darf nicht auffasern, sondern muss glatt durchbrechen wie z.B. ein Stück Apfel ... natürlich erkennt man irgendwann auch die typ. Form, aber zur Sicherheit, vor allem bei Speisezwecken ist das nie verkehrt, weil es z.B. grüne Täublinge gibt ... und grüne Knollis. Da kann man sagen: die haben doch einen Ring und ein Knolle ... ABER, habe ich selbst schon gesehen, Ring ist "flüchtig", Knolle bleibt in der Erde, Pilz zerbricht... (und dann kommt es eben auf das Wie der Zerbrechens an ... und natürlich auf weitere Merkmale.)
Bei Täublingen kommt es wieder auf Bodenbeschaffenheit, Begleitbäume, Geruch, Geschmack, Sporenpulverfarbe etc. an.
Die Lamellen werden bei vielen Pilzen bei Trockenheit so wellig.
Wenn sich ein Pilz an den Lamellen oder am Stiel so gelblich verfärbt, kann das ganz typisch und wichtig sein, manchmal ist es aber auch nur eine triviale Alterserscheinung.

Nr. 3 gibt mir Rätsel auf, so ein geriefter Ring mit so einem Hut.
Vielleicht ein Träuschling, Stropharia spec. (aber die Hutfarbe kann ich gerade nicht genau zuordnen, aber auch die kann durch Trockenheit stark verändert sein.), Hier wäre ein Blick auf den Stiel und besonders auf die Lamellen (Sporenpulverfarbe) wichtig (um zu sehen, ob man überhaupt mit Träuschling richtig liegt.)

Nr. 4 und 5 sind wieder uralte Pilze,
es gibt einige Arten von Täublingen, Russula, die typischerweise schwarz werden, Schwarztäublinge.
Bei mir ist es der Dickblättrige (auf Kalk), deiner sieht aber sehr anders aus, vielleicht der Dichtblättrige Schwarztäubling, Russula densifolia (auf saurem Boden, Nadelwald)

Nr. 6 ist ein Stäubling, ich tippe auf einen älteren Flaschenstäubling, die werden so braun (und können so groß werden).
Ich selbst habe im Moment noch Probleme bei einem rel. großen Stäubling mit der klaren Abgrenzung zum Beutelstäubling (der wird noch etwas größer, hat nicht so grobe Stacheln ... aber wenn die Stacheln fast weg sind ... dann soll bei dem Flaschenstäubling eine Netzstruktur auf dem Hut sichtbar sein und beim Beutelstäubling nicht.)
Viele Grüße von abeja

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