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Wie heißt dieser Pilz?

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Dorli
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Wie heißt dieser Pilz?

Beitrag von Dorli » 11.05.2021, 18:14

Wertes Forum,
diese Fotos wurden mir zur Weiterleitung an das Bestimmungsportal übermittelt.
Ich habe die Pilze nicht selbst gesehen.
Die Pilze wuchsen aus einem Rindensubstrat in einem Pflanzkübel in dem ein Feigenstrauch kultiviert wird.
Vielen Dank im Voraus - Dorli
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abeja
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Re: Wie heißt dieser Pilz?

Beitrag von abeja » 12.05.2021, 01:28

Hallo Dorli,
das ist kniffelig, weil wir sehen nicht die Lamellen (Sporenpulverfarbe) und auch nicht exakt, wie der Ring aufgebaut ist.
Sind die Bilder aktuell?
Vom Habitus erinnert der Pilz an Agaricus spec. aber (mich) nicht an eine bestimmte Art. Man müsste da auch makroskopisch unbedingt Schnitt, Verfärbungen, Geruch, Ringstruktur haben, um überhaupt auf eine Artengruppe zu kommen.

Typischerweise im Rindenmulch im Frühjahr (und im Herbst) wächst allerdings der Riesen-Träuschling, Stropharia rugosoannulata. Der wird aber meist mit glatterer Huthaut (farblich etwas variabel) abgebildet. Hin und wieder sieht man jedoch Bilder, wo die Huthaut aufreißt und sich auch kleinere schuppenartige Strukturen zeigen. Sicherheit hier wieder mit der Ansicht der reifen Lamellen (extrem dunkles Sporenpulver) und der Ring sollte sehr typisch sein.
https://www.123pilzsuche.de/daten/detai ... Riesen.htm
darunter ist ein Bild, wo der Pilz sehr aufgerissen ist:
https://www.123pilzsuche.de/daten/detai ... traue5.jpg
Viele Grüße von abeja

Dorli
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Re: Wie heißt dieser Pilz?

Beitrag von Dorli » 13.05.2021, 11:51

Hallo Abeja,
danke für die Bestimmungshilfe.
Meine Bekannte berichtete mir, dass die Lamellen dunkelbraun sind und die Pilze angenehm riechen.
Ich habe aber trotzdem von einer Verkostung abgeraten ;-)
Liebe Grüße - Dorli

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abeja
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Re: Wie heißt dieser Pilz?

Beitrag von abeja » 13.05.2021, 21:41

Hallo Dorli,
wenn die Lamellen dunkelbraun waren (und nicht irgendwie grau bis schwarz, "kühle" Farbe), dann kann es kein Riesen-Träuschling sein, sondern doch eher ein Egerling.
Wenn der Geruch "normal pilzig" angenehm war (nicht Anis und nicht Karbol, obwohl das manchmal schwierig festzustellen ist), dann könnte es eventuell Agaricus cappellianus (Kompost-Egerling) sein, kenne ich selbst - natürlich ;) - nicht. Ist auch nur eine Annäherung.
Zum Verzehr wilder Champignonarten wird allg. nicht geraten (höchstens in kleinen Mengen), weil manche Arten sammeln besonders viel Schwermetalle (wachsen bevorzugt dort, wo die Metalle sind, auch wenn die natürlicherweise dort sein sollten), andere enthalten deutlich mehr Agaritin als Kulturchampignons. Zumindest im Tierversuch sind die Abbauprodukte davon krebserregend.
Bei eher seltenen Arten liegen darüber möglicherweise auch gar keine Daten vor.

Hatte ich glaube ich schon mal verlinkt:
https://forum.pilze-bayern.de/index.php?topic=1765.0
Viele Grüße von abeja

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