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4 auf einen Streich, Aostatal

Wer eine Wildpflanze aus Europa bestimmt haben möchte, kann hier eine Bestimmungsanfrage dazu stellen.

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1. Bildanhänge für Themen und neue Beiträge dürfen nicht größer als 800 x 600 sein, ansonsten funktioniert der Upload nicht!

2. Bitte zu jeder Anfrage einen Fundort (Land,Stadt, Umgebung, Habitat etc.) und Funddatum angeben
3. Bitte nicht mehr als 3 Pflanzen pro Thema anfragen (wird sonst unübersichtlich)
4. Herbarium-Anfragen von Schülern und Studenten werden NUR noch mit eigenen Bestimmungsversuchen akzeptiert - Sonst Löschung des Beitrages

TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg und die Artansprache hier im Forum.
Weiterhin viel Spass im Forum :)
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Horst Schlüter
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4 auf einen Streich, Aostatal

Beitrag von Horst Schlüter » 29.09.2009, 00:34

Liebe Pflanzenfreunde,
dieses, wie ich meine recht hübsche Photo konnte ich direkt neben Teich beim Rifugio Mario Bezzi im Valgrisenche, einem Seitental des Aostatals in über 2200 m Höhe machen.
Bei der Distel würde ich sagen, es handelt sich um die Alpen-Kratzdistel Cirsium spinosissimum. Die anderen Pflanzen kann ich nicht so recht zuordnen.
Vielen Dank für die Bestimmungshilfe.

Es grüßt
Horst Schlüter
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Horst Schlüter
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und noch eine Nahaufnahme des Kreuzblütlers

Beitrag von Horst Schlüter » 29.09.2009, 00:36

Weitere Bilder sind leider von schlechter Qualität
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frikazoid
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Re: 4 auf einen Streich, Aostatal

Beitrag von frikazoid » 29.09.2009, 08:06

Die Distel hast du ja schon richtig bestimmt: Cirsium spinosissimum.
Die lila blühende Art ist Adenostyles alliariae (erkennbar an den Nebenblättchen)
Die einblütige Asteraceae würde ich als Doronicum glaciale bestimmen, ganz sicher bin ich mir aber dabei nicht.
Die gelb blühende Brassicaceae sieht aus wie Hugueninia tanacetifolia.

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Hegau
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Re: 4 auf einen Streich, Aostatal

Beitrag von Hegau » 29.09.2009, 09:53

Doronicum glaciale ist eine Ostalpenpflanze, im Aostatal kommen nur Doronicum grandiflorum und Doronicum clusii vor.
Dem Rest stimme ich zu.

Gruß Thomas
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Re: 4 auf einen Streich, Aostatal

Beitrag von frikazoid » 29.09.2009, 11:00

@thomas: da hast du natürlich recht, Doronicum glaciale kann es daher nicht sein.
Da clusii eher über Silikat und grandiflorum eher auf Kalk vorkommt könnte man vielleicht aufgrund der Geologie eine Bestimmung vornehmen?

Horst Schlüter
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Re: 4 auf einen Streich, Aostatal

Beitrag von Horst Schlüter » 29.09.2009, 23:34

Hallo,
vielen Dank für die vielen Antworten. Zum Gemswurz habe ich bei meiner schwägerin mal angefragt, ob es über die Geologie dort überhaupt Unterscheidungsmöglichkeiten gibt. Ich melde mich dann wieder.

Es grüßt
Horst

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Re: 4 auf einen Streich, Aostatal

Beitrag von Hegau » 30.09.2009, 11:30

Die Geologie ist im Gran-Paradiso-Gebiet ziemlich schwierig. Auf wenigen Metern wechseln sich hier die dominierenden Silikatgesteine (die durchaus auch Kalk enthalten können) mit Kalk- und Gipsadern ab, auf denen dann eine ganz andere Flora steht (z.B. Oxytropis foetida und Edelweiß als Zeiger der Gipsadern).

Gruß Thomas
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Re: 4 auf einen Streich, Aostatal

Beitrag von Horst Schlüter » 30.09.2009, 13:14

Hallo Thomas,
vielen Dank für den Hinweis. So etwas dachte ich mir schon bzw. habe ich befürchtet. Wenn ich es richtig sehe, sind die umgebenden Pflanzen in diesem Fall auch nicht geeignet, Rückschlüsse zu ziehen?

Gruß
Horst

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Re: 4 auf einen Streich, Aostatal

Beitrag von Hegau » 30.09.2009, 18:08

Naja, Rhodiola rosea (hinten rechts) zumindest ist streng kalkmeidend.
Das schieferige Gestein sieht irgendwie auch kalkarm aus, ist zumindest kein Gneis (bin aber kein Geologe).

Gruß Thomas
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Re: 4 auf einen Streich, Aostatal

Beitrag von Horst Schlüter » 30.09.2009, 21:08

Hallo Thomas,
da hatte ich gedacht, daß die Bildqualität zu schlecht ist um diese Pflanze zu bestimmen und nun komme ich durch das nachhaken in Sachen Geologie noch zu einer Bestimmung, fast wie die Jungfrau zum Kind. Schön, danke. Nun muß ich umschreiben und aus 4 fünf auf einen Streich schreiben. Schade, daß bei der Gemswurz nichts zu machen ist.
Damit ich aber dazu lerne doch noch die Frage, was hätte ich beim Photographieren beachten müssen, damit man die beiden in Frage kommenden Arten unterscheidet oder ist es am Bild gar nicht möglich.

Es grüßt
Horst

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Re: 4 auf einen Streich, Aostatal

Beitrag von frikazoid » 30.09.2009, 21:21

hallo,
in diesem fall wäre eine detailaufnahme des blattgrundes hilfreich gewesen!

lg

Horst Schlüter
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Re: 4 auf einen Streich, Aostatal

Beitrag von Horst Schlüter » 30.09.2009, 21:30

Hallo,
danke für die schnelle Antwort. Da kann ich natürlich leider nicht mit dienen, da ich die Bilder nur so nebenbei gemacht hatte, ohne so den richtigen Bestimmungswillen. Es war halt eine Wanderung in die Berge mit meiner Frau. Daß ich dann doch mehr will, wurde mir so richtig erst beim Betrachten der Bilder klar, aber am nfang in einer Gegend, von der man keine Literatur hat, kann man auch nicht alles mitnehmen.
Schön daß trotzdem so Manches geht.

Es grüßt
Horst

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Re: 4 auf einen Streich, Aostatal

Beitrag von Horst Schlüter » 30.09.2009, 23:15

Hallo,
auf dem Rückweg photographierte ich dieses Bild. Handelt es sich hier um dieselbe Gemswurz und wenn ja, hilft das Bild vielleicht weiter. Eigetlich galt die Auf´nahme dem Rosa Polster. Da könnte ich noch Bilder nachliefern oder ist die Bestimmung schon hier klar?

Es grüßt
Horst
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Re: 4 auf einen Streich, Aostatal

Beitrag von frikazoid » 01.10.2009, 09:10

also meiner meinung nach sieht es ja eher nach grandiflorum, obwohl die geologie anscheinend dagegen spricht.

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