Ackerschachtelhalm?
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1. Bildanhänge für Themen und neue Beiträge dürfen nicht größer als 800 x 600 sein, ansonsten funktioniert der Upload nicht!
2. Bitte zu jeder Anfrage einen Fundort (Land,Stadt, Umgebung, Habitat etc.) und Funddatum angeben
3. Bitte nicht mehr als 3 Pflanzen pro Thema anfragen (wird sonst unübersichtlich)
4. Herbarium-Anfragen von Schülern und Studenten werden NUR noch mit eigenen Bestimmungsversuchen akzeptiert - Sonst Löschung des Beitrages
TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg und die Artansprache hier im Forum.
Weiterhin viel Spass im Forum
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Ackerschachtelhalm?
Hallo zusammen,
handelt es sich hier um eine Acker-Schachtelhalm-Pflanze (und nicht um die giftige Sumpf-Schachthalmpflanze)? Im Internet habe ich folgende Darstellung gefunden. Danach müsste meine Bestimmung OK sein?
Daten:
Heute (16.05.2020), am Teltower Kanal. Die Pflanzen wachsen am Hang und die Erde ist nicht feucht.
Viele Grüße
Aras
handelt es sich hier um eine Acker-Schachtelhalm-Pflanze (und nicht um die giftige Sumpf-Schachthalmpflanze)? Im Internet habe ich folgende Darstellung gefunden. Danach müsste meine Bestimmung OK sein?
Daten:
Heute (16.05.2020), am Teltower Kanal. Die Pflanzen wachsen am Hang und die Erde ist nicht feucht.
Viele Grüße
Aras
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Re: Ackerschachtelhalm?
Hallo,
ja, Ackerschachtelhalm passt.
Manfrid
ja, Ackerschachtelhalm passt.
Manfrid
Re: Ackerschachtelhalm?
Danke Manfrid! Dann versuche ich mal morgen mit einem Tee 

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- Beiträge: 2571
- Registriert: 09.10.2016, 11:01
Re: Ackerschachtelhalm?
Und auch hier bleibt wieder zu fragen: was soll der Quatsch? Von dem Verzehr ungetesteter und fragwürdig bestimmter Wildpflanzen, auch auf eigenes Risiko, wird hier regelmäßig gewarnt.
Ganz zu schweigen von den Schadstoffen, die man an dieser offensichtlich versifften Stelle zu sich nimmt... Ich bin immer wieder erstaunt über die Abenteuerlust mancher Mitbürger. (Das sind dann meist die Gleichen, die sich vor der ach so bösen Chemie- und Pharmaindustrie fürchten.)
Gruß, Michael
Ganz zu schweigen von den Schadstoffen, die man an dieser offensichtlich versifften Stelle zu sich nimmt... Ich bin immer wieder erstaunt über die Abenteuerlust mancher Mitbürger. (Das sind dann meist die Gleichen, die sich vor der ach so bösen Chemie- und Pharmaindustrie fürchten.)
Gruß, Michael
Re: Ackerschachtelhalm?
Hallo Michael,
danke für deine Warnung. Ich werde das beherzigen Das liegt wahrscheinlich an den vielen inspirierenden Videos, die es zu diesem Thema gibt.
Viele Grüße
Aras
danke für deine Warnung. Ich werde das beherzigen Das liegt wahrscheinlich an den vielen inspirierenden Videos, die es zu diesem Thema gibt.
Viele Grüße
Aras
Re: Ackerschachtelhalm?
Michael ist Chemiker, wenn ich das recht in Erinnerung habe. Da ist die Warnung vor kostengünstigen und wirksamen Hausmitteln menschlich verständlich... Manche Chemiker haben so ihre eigene Art von Abenteuerlust.
Manfrid
Manfrid
Zuletzt geändert von Manfrid am 19.05.2020, 07:34, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Ackerschachtelhalm?
Da liegt das Problem. Irgendwelche selbsternannten "Wildpflanzengurus" erzählen auf youtube von der Heilwirkung und ihren "Survivalerfahrungen" ect., nur die Nebenwirkungen lassen sie gerne weg. Mitunter sind die Inhaltsstoffe solcher Wildpflanzen nicht ganz ohne, und unter solchen Videos müsste man eigentlich einen Warnhinweis anbringen.
Ich habe mich auch mal von so einem Video inspirieren lassen und mir eine Brennesselsuppe gekocht. Konnte daraufhin die ganze Nacht nicht schlafen. Testweise habe ich das später nochmal wiederholt, und es lag wirklich an den Brennesseln.
Also, bitte nicht alles glauben, was diesbezüglich auf youtube zu sehen ist.
Re: Ackerschachtelhalm?
Nun sollte man nur nicht in das andere Extrem verfallen und probate Hausmittel völlig ablehnen. Früher hat mir meine Mutter literweise Zwiebeltee gegen Bronchialinfekte eingeflößt. Hat geholfen und hatte - außer Ekel - keine Nebenwirkungen.
Und übrigens: Vielleicht ist Michael Chemiker geworden, Anagallis Mathematiker und ich Ingenieur, eben weil wir gegen o. g. "Inspirationen" völlig immun sind. Ursache und Wirkung sind manchmal schwer auseinanderzuhalten.
Marlies
Und übrigens: Vielleicht ist Michael Chemiker geworden, Anagallis Mathematiker und ich Ingenieur, eben weil wir gegen o. g. "Inspirationen" völlig immun sind. Ursache und Wirkung sind manchmal schwer auseinanderzuhalten.
Marlies
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- Beiträge: 2571
- Registriert: 09.10.2016, 11:01
Re: Ackerschachtelhalm?
Ich bin Naturwissenschaftler (Chemiker gehören bekanntlich zu diesen, Biologen sollten es eigentlich auch), und ich versuche Glauben durch Wissen zu ersetzen... Inspiration hat da nix zu suchen, allenfalls Neugier und eine gehörige Portion Skepsis.
Der einzige Nachteil daran ist, dass ich den Placeboeffekt nicht mehr für mich selber nutzen kann.
OT: Chemiker sind übrigens bei den Ingenieuren deswegen im Verruf, weil man in der Chemie oft mit sehr komplexen, chaotischen Multiparameter-Systemen hantiert, die kaum noch zu berechnen oder zu modellieren sind. Deswegen tendieren Chemiker oft dazu, nach ihrem Bauchgefühl zu gehen (nicht umsonst "kochen" die Chemiker). Das hat aber mit Abenteuerlust nichts zu tun. Das treibt Ingenieure, die alles messen und berechnen wollen, in den Wahnsinn.
OOT: Ich bin Chemiker geworden, weil die Alternative Biologiestudium bereits in den 1980er Jahren als Sackgasse in das Prekariat erschien. Die Chemie versprach regelmäßige Einkommen. Hat sich später als richtige Entscheidung herausgestellt. Biologie und Naturschutz blieb Hobby.
Gruß, Michael
Der einzige Nachteil daran ist, dass ich den Placeboeffekt nicht mehr für mich selber nutzen kann.
OT: Chemiker sind übrigens bei den Ingenieuren deswegen im Verruf, weil man in der Chemie oft mit sehr komplexen, chaotischen Multiparameter-Systemen hantiert, die kaum noch zu berechnen oder zu modellieren sind. Deswegen tendieren Chemiker oft dazu, nach ihrem Bauchgefühl zu gehen (nicht umsonst "kochen" die Chemiker). Das hat aber mit Abenteuerlust nichts zu tun. Das treibt Ingenieure, die alles messen und berechnen wollen, in den Wahnsinn.
OOT: Ich bin Chemiker geworden, weil die Alternative Biologiestudium bereits in den 1980er Jahren als Sackgasse in das Prekariat erschien. Die Chemie versprach regelmäßige Einkommen. Hat sich später als richtige Entscheidung herausgestellt. Biologie und Naturschutz blieb Hobby.
Gruß, Michael
Re: Ackerschachtelhalm?
Ja, ich weiß. Das trifft zu für die "klassischen" Ingenieure (E-Technik, Bau und dgl.). Von mir selbst habe ich immer gesagt, ich bin halb Ingenieur, halb Chemikerin. Also ganz und gar nichts gegen Bauchgefühl. Solange nicht Emotion über Logik siegt, ist alles ok.Kraichgauer hat geschrieben: ↑18.05.2020, 22:00Deswegen tendieren Chemiker oft dazu, nach ihrem Bauchgefühl zu gehen ... Das treibt Ingenieure, die alles messen und berechnen wollen, in den Wahnsinn.
Marlies
Re: Ackerschachtelhalm?
Hallo,
also ... so ganz inspiriert von dieser kleinen Diskussion:
Ich glaube
, dass Aras und AndreasG und die meisten, die ich kenne (ich inklusive), das Wort "Inspiration" nicht so benutzen, wie der Wortstamm und die Herleitungen daraus es nahelegen (siehe Wiki-Artikel).
Wenn ich sage, das hat mich "inspiriert", dann hat das erst einmal nichts mit religiösem Glauben zu tun und nichts mit Eingebungen höherer Mächte oder wie auch immer.
Die meisten Leute verwenden das Wort umgangssprachlich (darf man das nicht?), wenn etwas Gelesenes, Gehörtes, Gesehenes oder auch ein plötzlicher Gedanke (von dem man in dem Moment nicht genau weiß, woher er rührt
... habt ihr nie plötzliche Gedanken oder ungewöhnliche Assoziationen? ) eine Anregung bietet, sich mit einer Sache zu beschäftigen, etwas zu erkunden und auszuprobieren, was man noch nicht kannte oder konnte ... mit der dem eigenen Charakter entsprechenden Portion Neugier und Skepsis.
Und in diesem Sinne fände ich es schade, wenn ein Naturwissenschaftler nicht mehr in der Lage wäre, sich inspirieren zu lassen.
Ob ein wissensdurstiger und skeptischer Naturwissenschaftler völlig gefeit ist gegen Placebo und Nocebo ... das müsste man mal wissenschaftlich untersuchen (aber mit einer ausreichenden Anzahl von Probanden
)
also ... so ganz inspiriert von dieser kleinen Diskussion:
Ich glaube

Wenn ich sage, das hat mich "inspiriert", dann hat das erst einmal nichts mit religiösem Glauben zu tun und nichts mit Eingebungen höherer Mächte oder wie auch immer.
Die meisten Leute verwenden das Wort umgangssprachlich (darf man das nicht?), wenn etwas Gelesenes, Gehörtes, Gesehenes oder auch ein plötzlicher Gedanke (von dem man in dem Moment nicht genau weiß, woher er rührt

Und in diesem Sinne fände ich es schade, wenn ein Naturwissenschaftler nicht mehr in der Lage wäre, sich inspirieren zu lassen.
Ob ein wissensdurstiger und skeptischer Naturwissenschaftler völlig gefeit ist gegen Placebo und Nocebo ... das müsste man mal wissenschaftlich untersuchen (aber mit einer ausreichenden Anzahl von Probanden

Viele Grüße von abeja
Re: Ackerschachtelhalm?
Das hat doch wirklich nichts miteinander zu tun. Aberglauben durch Wissen zu ersetzen ist eine Lebenseinstellung. Man kann trotzdem experimentierfreudig sein, ohne Leben und Gesundheit mit fragwürdigen Tips zu riskieren. Eine ordentliche Portion Skepsis gegenüber allem, was man so hört, ist ausgesprochen hilfreich im Leben (auch gegenüber angeblichen oder aufgebauschten "Forschungsergebnissen", die oft das Papier auf dem sie nicht gedruckt sind nicht wert sind).
Re: Ackerschachtelhalm?
, darum haben Chemiker - und Biologen - oft eine große Sehnsucht, alles schön zu zerlegen und einzeln zu untersuchen. Und wenn sie dann irgendeinen "Inhaltsstoff" aus so einem armen Schachtelhalm oder anderem hergestellt - pardon: heraussortiert - und festgestellt haben, dass der in dieser Form problematische pharmakologische Wirkungen zeigt, dann schließen sie messerscharf, dass die ganze Pflanze auf den Index gehört. Denn die muss ja doch ein Konglomerat aus lauter solchen "Inhaltsstoffen" sein, die man alle schön einzeln untersuchen kann. Sonst müsste man ja verzweifeln wegen der "sehr komplexen, chaotischen Multiparameter-Systeme". Diese Art von Analysen nennt man dann gerne "Aberglauben durch Wissen ersetzen"... Also, eigentlich könnten es doch gerade die Chemiker, die Erfahrung haben mit komplexen Systemen und deren nicht aus "Bestandteilen" herleitbaren Eigenschaften, besser wissen. (Und die Biologen, die gern die gleichen Dummheiten - z. B. mit ihren "Genanalysen" - machen, ebenfalls.)Kraichgauer hat geschrieben: ↑18.05.2020, 22:00weil man in der Chemie oft mit sehr komplexen, chaotischen Multiparameter-Systemen hantiert, die kaum noch zu berechnen oder zu modellieren sind.
Übrigens habe ich in meiner experimentierfreudigen Jugend auch mal ein bisschen Wasserbau studiert und immerhin so viel mitbekommen, dass selbst im Ingenieurwesen nicht so ganz ohne adäquate Berücksichtigung "sehr komplexer, chaotischer Multiparameter-Systeme" auszukommen ist.
Kurz: Den Schachtelhalm-Tee (und anderes) macht mir keiner so leicht madig. Die Erfahrungen damit waren zu überzeugend.
Manfrid
Re: Ackerschachtelhalm?
Hmm, das ist ja eine ganz schön ausufernde Diskussion geworden … Bezüglich der Beurteilung von Schachtelhalmtee als «Aberglaube von Einzelpersonen» frage ich mich, wie es zu werten ist, dass namhafte Hersteller von u.a. apothekenpflichtigen Kräutertees, welche nur machen dürfen, was von Expertengremien via Gesetzgebung erlaubt ist, Schachtelhalmtee gegen Blasen- und Nierenbeschwerden im Sortiment führen?
Ich finde, der Mensch sollte sich endlich zurückbesinnen, dass er nur ein kleiner Teil der grossen Natur ist …
LG
Vroni
Ich finde, der Mensch sollte sich endlich zurückbesinnen, dass er nur ein kleiner Teil der grossen Natur ist …
LG
Vroni
Re: Ackerschachtelhalm?
Hallo Pflanzenfreunde ,
ich stimme hier Vroni zu.
Ansonsten war es vermutlich ein Fehler, sich von den getätigten Äußerungen zu einer Stellungnahme inspiriert gefühlt
zu haben.
Weder (edit) bin ich dagegen "Aberglauben durch Wissen" zu ersetzen und auch die Argumente, wenn es um unsichere Bestimmung, ungeeignete Standorte oder fragwürdige, nicht geklärte Inhaltsstoffe geht, sind mir geläufig und finden meinen Beifall. Ich stimme sogar zu, wenn man sagt, es gäbe viele schlechte Studien und widersprüchliche Studien - und dann kann es tatsächlich schwierig sein, mehr als eine "grobe" Orientierung zu finden. Noch sollte man unkritisch "jedem Kräuterguru" hinterherlaufen, weil es gerade in Mode ist.
Aber darum geht es nicht.
Ich mag nicht dieses pauschale Darüberherziehen, wenn man die Ressourcen der Natur mit Freude? Neugierde? Enthusiasmus? Begeisterung (ohohoh)? und mit den nötigen Vorsicht verwenden möchte. Das hat absolut nichts mit Aberglauben zu tun. Viele Pflanzen wurden und werden untersucht -und diejenigen, die traditonell verwendet wurden und werden, sind zumindest - wenn es inzwischen keine gegenteiligen Studien gibt - so unkritisch, dass man sich bei normalem Gebrauch nicht gleich daran vergiftet.
Lasst doch den Leuten, auch wenn ihr es selbst nicht tut, die Freude daran, das kennenzulernen.
Hier hat sich jemand angemeldet, der mehr Sicherheit im Bestimmen erlangen möchte, nicht rein zum Selbstzweck und auch vermutlich erst einmal nicht aus wissenschaftlichen/ Naturschutz-/ Kartierungsgründen usw., sondern um die Pflanzen möglicherweise auch zu nutzen. Die Gründe, sich mit Pflanzen zu beschäftigen können vielfältig sein und vieles kann aufeinander aufbauen und sich später ergänzen.
Wenn ich mich dafür angemeldet hätte, und dann lesen würde, ich solle doch den Quatsch lassen (das Verzehren von Wildpflanzen) usw. usw., dann würde ich mich fragen: "Wo bin ich denn hier gelandet? Ist das tatsächlich ein Pflanzenbestimmungsforum?"
So ein tolles Buch wie die "Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen" (Fleischhauer, Guthmann, Spiegelberger), mit 2000 essbaren Wildpflanzen Mitteleuropas, würdet ihr das nicht einmal anschauen, sondern gleich in die Tonne treten (ja ... das ist provokativ ausgedrückt)? Natürlich sind da die Inhaltsstoffe nur grob genannt und es ist trotz der Größe "nur" ein populärwissenschaftliches Werk, das die Studien nicht auflistet. Aber man kann dann selbst weiter "forschen" (bei den üblichen Stellen, researchgate usw.), wenn es einen stärker interessiert.
Ich jedenfalls bin nicht "esoterisch" veranlagt und auch kein "Kräuterhexchen", sondern jemand, der vermutlich ein paar aktivierbare Jäger- (nee) - und Sammlergene hat. Ich habe mich davon "inspirieren" lassen, damit etwas mehr zu experimentieren und diese Dinge besser kennenzulernen. Wenn man gar keine Ahnung davon hat, ist das aus meiner Sicht für einen Menschen, der an der Natur interessiert ist (wie auch immer), schon fast eine Bildungslücke.
Und natürlich gehe ich nicht tagein-tagaus in den Wald und hole da heraus, was irgendwie essbar ist. Man muss nicht alles essen, was man essen könnte (aber es ist gut, zu wissen - und es ist so viel mehr, als man denkt). Man entwickelt Vorlieben, man macht auch schlechte Erfahrungen (siehe AndreasG mit den Brennnesseln ... vielleicht sollte man die morgens essen ... macht müde Menschen munter). Bei jedem x-beliebigen wohlbekannten Nahrungsmittel kann es individuelle Unverträglichkeiten geben und es können sich Allergien entwickeln. Ich selbst habe schlechte Erfahrungen mit Wiesenbärenklau gemacht, 1 Jahr ok. im zweiten 2. Jahr war ich irgendwie überempfindlich/allergisch.
Sollte man vielleicht nur noch künstlich erzeugte, industriell zusammengesetzte Nahrungsmittel zu sich nehmen, wo jedes Molekül bekannt ist und jedes Molekül auch nur das tut, was der "Designer" bei der Herstellung beabsichtigt hat?
Das ist natürlich nur eine rhetorische Frage.
ich stimme hier Vroni zu.
Ansonsten war es vermutlich ein Fehler, sich von den getätigten Äußerungen zu einer Stellungnahme inspiriert gefühlt

Weder (edit) bin ich dagegen "Aberglauben durch Wissen" zu ersetzen und auch die Argumente, wenn es um unsichere Bestimmung, ungeeignete Standorte oder fragwürdige, nicht geklärte Inhaltsstoffe geht, sind mir geläufig und finden meinen Beifall. Ich stimme sogar zu, wenn man sagt, es gäbe viele schlechte Studien und widersprüchliche Studien - und dann kann es tatsächlich schwierig sein, mehr als eine "grobe" Orientierung zu finden. Noch sollte man unkritisch "jedem Kräuterguru" hinterherlaufen, weil es gerade in Mode ist.
Aber darum geht es nicht.
Ich mag nicht dieses pauschale Darüberherziehen, wenn man die Ressourcen der Natur mit Freude? Neugierde? Enthusiasmus? Begeisterung (ohohoh)? und mit den nötigen Vorsicht verwenden möchte. Das hat absolut nichts mit Aberglauben zu tun. Viele Pflanzen wurden und werden untersucht -und diejenigen, die traditonell verwendet wurden und werden, sind zumindest - wenn es inzwischen keine gegenteiligen Studien gibt - so unkritisch, dass man sich bei normalem Gebrauch nicht gleich daran vergiftet.
Lasst doch den Leuten, auch wenn ihr es selbst nicht tut, die Freude daran, das kennenzulernen.
Hier hat sich jemand angemeldet, der mehr Sicherheit im Bestimmen erlangen möchte, nicht rein zum Selbstzweck und auch vermutlich erst einmal nicht aus wissenschaftlichen/ Naturschutz-/ Kartierungsgründen usw., sondern um die Pflanzen möglicherweise auch zu nutzen. Die Gründe, sich mit Pflanzen zu beschäftigen können vielfältig sein und vieles kann aufeinander aufbauen und sich später ergänzen.
Wenn ich mich dafür angemeldet hätte, und dann lesen würde, ich solle doch den Quatsch lassen (das Verzehren von Wildpflanzen) usw. usw., dann würde ich mich fragen: "Wo bin ich denn hier gelandet? Ist das tatsächlich ein Pflanzenbestimmungsforum?"
So ein tolles Buch wie die "Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen" (Fleischhauer, Guthmann, Spiegelberger), mit 2000 essbaren Wildpflanzen Mitteleuropas, würdet ihr das nicht einmal anschauen, sondern gleich in die Tonne treten (ja ... das ist provokativ ausgedrückt)? Natürlich sind da die Inhaltsstoffe nur grob genannt und es ist trotz der Größe "nur" ein populärwissenschaftliches Werk, das die Studien nicht auflistet. Aber man kann dann selbst weiter "forschen" (bei den üblichen Stellen, researchgate usw.), wenn es einen stärker interessiert.
Ich jedenfalls bin nicht "esoterisch" veranlagt und auch kein "Kräuterhexchen", sondern jemand, der vermutlich ein paar aktivierbare Jäger- (nee) - und Sammlergene hat. Ich habe mich davon "inspirieren" lassen, damit etwas mehr zu experimentieren und diese Dinge besser kennenzulernen. Wenn man gar keine Ahnung davon hat, ist das aus meiner Sicht für einen Menschen, der an der Natur interessiert ist (wie auch immer), schon fast eine Bildungslücke.
Und natürlich gehe ich nicht tagein-tagaus in den Wald und hole da heraus, was irgendwie essbar ist. Man muss nicht alles essen, was man essen könnte (aber es ist gut, zu wissen - und es ist so viel mehr, als man denkt). Man entwickelt Vorlieben, man macht auch schlechte Erfahrungen (siehe AndreasG mit den Brennnesseln ... vielleicht sollte man die morgens essen ... macht müde Menschen munter). Bei jedem x-beliebigen wohlbekannten Nahrungsmittel kann es individuelle Unverträglichkeiten geben und es können sich Allergien entwickeln. Ich selbst habe schlechte Erfahrungen mit Wiesenbärenklau gemacht, 1 Jahr ok. im zweiten 2. Jahr war ich irgendwie überempfindlich/allergisch.
Sollte man vielleicht nur noch künstlich erzeugte, industriell zusammengesetzte Nahrungsmittel zu sich nehmen, wo jedes Molekül bekannt ist und jedes Molekül auch nur das tut, was der "Designer" bei der Herstellung beabsichtigt hat?
Das ist natürlich nur eine rhetorische Frage.
Zuletzt geändert von abeja am 19.05.2020, 23:42, insgesamt 2-mal geändert.
Viele Grüße von abeja