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Bestimmungshilfe

Wer eine Wildpflanze aus Europa bestimmt haben möchte, kann hier eine Bestimmungsanfrage dazu stellen.

Moderatoren: akw, Jule

Forumsregeln
1. Bildanhänge für Themen und neue Beiträge dürfen nicht größer als 800 x 600 sein, ansonsten funktioniert der Upload nicht!

2. Bitte zu jeder Anfrage einen Fundort (Land,Stadt, Umgebung, Habitat etc.) und Funddatum angeben
3. Bitte nicht mehr als 3 Pflanzen pro Thema anfragen (wird sonst unübersichtlich)
4. Herbarium-Anfragen von Schülern und Studenten werden NUR noch mit eigenen Bestimmungsversuchen akzeptiert - Sonst Löschung des Beitrages

TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg und die Artansprache hier im Forum.
Weiterhin viel Spass im Forum :)
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Matthias29
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Bestimmungshilfe

Beitrag von Matthias29 » 12.07.2019, 14:45

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Hallo! Diese Pflanzen wachsen an einem neuangelegten Waldweg und wurden sicherlich als Samen mit Erdmaterial hierher gebracht. (Ca. 30 km südlich von Berlin). Ich denke, ein Gänsefuß, aber ich komme nicht drauf welcher. Die Pflanzen sind recht klein, Max. 20 cm. Viele keinen gerade erst. Für Hinweise wäre ich dankbar.
Dateianhänge
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Kraichgauer
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Re: Bestimmungshilfe

Beitrag von Kraichgauer » 12.07.2019, 20:39

Sieht mir nach einer Dysphania aus - die Gruppe um die früheren Chenopodium botrys und pumilio. Welcher, da bin ich mir etwas unsicher. Könnte pumilio sein, der kommt auf trocken-sandigen Waldwegen durchaus vor.
Wenn er nach Mottenkugeln gerochen hat, war es D. botrys.

Gruß, Michael

Matthias29
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Re: Bestimmungshilfe

Beitrag von Matthias29 » 13.07.2019, 14:28

Hallo Michael, danke für die Antwort. Mit Dysphania hatte ich bisher noch nie etwas zu tun, aber diese Gattung scheint mir richtig. Was die Art angeht, bin ich unsicher. Ich werde die Pflanzen im Auge behalten und versuchen, sie zu bestimmen und werde dann nochmal ein Foto posten.

Zufällig war ich heute in Frankfurt/ Main und da waren mitten in der Stadt jede Menge hiervon:
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die ich dann direkt als Dysphania pumilio bestimmen konnte. (+ Orobanche hederae in der Eschenheimer Anlage) Viele Grüße

Matthias29
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Re: Bestimmungshilfe

Beitrag von Matthias29 » 16.07.2019, 13:10

Hallo, heute habe ich die Pflanzen noch mal aufgesucht und mit ziemlicher Sicherheit sind es D. botrys. Beim Zerreiben der Blätter riecht sie sehr stark nach Tannennadeln und etwas Zitrone, jedenfalls sehr wohlriechend (Mottenkugeln weiß ich nicht so genau wie die riechen). Damit sollte es Wohlriechender Gänsefuß sein, auch nachdem ich D. pumilio am WE im direkten Vergleich hatte und ausschließen kann. Danke +Viele Grüße!
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Kraichgauer
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Re: Bestimmungshilfe

Beitrag von Kraichgauer » 16.07.2019, 14:02

Geruch ist doch immer wieder schwer zu standardisieren... Aber wenn sie wohlriecht, ist es KEIN botrys. Dieser stinkt definitiv sehr unangenehm nach Teer oder Ähnlichem.

Die schlanke Wuchsform, lockeren Blütenrispen und der beschriebene eher zitronige Duft sprechen aber stark für die deutlich seltenere Dysphania schraderiana! Dazu musst Du aber die Blüten analysieren, um sicherzugehen:
http://blumeninschwaben.de/Zweikeimblae ... sefu%C3%9F

(Und ja, D. pumilio ist in der Oberrheinebene vor allem in trocken-sandigen Wäldern und auf Industriebrachen mittlerweile häufig.)

Gruß Michael

Matthias29
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Re: Bestimmungshilfe

Beitrag von Matthias29 » 17.07.2019, 13:38

Hallo,

Etwas besseres als dieses Foto habe ich leider nicht zu bieten, aber ich glaube, weder eine Kielung noch Höcker erkennen zu können und würde daher bei botrys bleiben wollen.
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Auch vom Gesamteindruck scheint mir das am besten zu passen. Und auf meinem Geruchssinn möchte ich mich nicht 100% verlassen. Aber irgendwo habe ich beim googlen für D. botrys tatsächlich „Wohlriechender Gänsefuß“ als dt. Bezeichnung gelesen.

Danke auch für den Link!

Kraichgauer
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Re: Bestimmungshilfe

Beitrag von Kraichgauer » 18.07.2019, 13:25

Auch okay. Der lockere Wuchs könnte vom schattigen Standort kommen - wie gesagt, ich kenne botrys deutlich dichtblütiger. Aber entscheidend sind wirklich die Kiele. Die Wahrscheinlichkeit spricht sowieso für botrys.

Der Geruch scheint mir variabel. Ich kenne wie gesagt botrys in der Regel teer-/kampherartig stinkend, habe aber auch schon weniger riechende Exemplare getroffen. C. schraderianum wird als "zitronenartig riechend" beschrieben, ich habe als ich ihn getroffen habe vergessen zu riechen...

Gruß, Michael

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