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Glockenblume am Donaudurchbruch

Wer eine Wildpflanze aus Europa bestimmt haben möchte, kann hier eine Bestimmungsanfrage dazu stellen.

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TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg und die Artansprache hier im Forum.
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Horst Schlüter
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Glockenblume am Donaudurchbruch

Beitrag von Horst Schlüter » 25.12.2018, 19:30

Liebe Pflanzenfreunde,
vielleicht war es ja nur der Standort und der dadurch bedingte andere Charakter der Pflanze als wenn man diese Art auf einer wiese findet.
Nun habe ich mich durch die "Blumen in Schwaben" durchgewühlt und prompt bin ich bei Campanula gentilis gelandet. Da diese Art aber nur im Norden der Fränkischen Alb vorkommen soll und der Durchbruch der Donau ja ganz im Süden der Fränkischen Alb liegt, denke ich, daß ich da falsch gelandet bin. Leider habe ich mal wieder keine besseren Aufnahmen.

So vermute ich, daß es sich lediglich um die Rundblättrige Glockenblume - Campanula rotundifoliahandelt.

Es grüßt
Horst Schlüter
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Kraichgauer
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Re: Glockenblume am Donaudurchbruch

Beitrag von Kraichgauer » 25.12.2018, 23:35

Na ja, die Gruppe ist anerkannt schwierig, und ganz ausschließen sollte man so was nie. Es wäre allerdings eher unerwartet, wenn an einer so gut bekannten Stelle wie dem Donaudurchbruch C. gentilis plötzlich auftreten sollte.
Aber: bei C. gentilis sollen die Blätter am unteren Ende des Stängels gehäuft sein, siehe hier: https://botany.cz/cs/campanula-gentilis/ und außerdem noch schmaler (während C. baumgartenii ja genau das andere Ende des Spektrums ist). Das erkenne ich bei Deinen Photos nicht, die sehen mir eher nach normaler rotundifolia aus. Da ich aber noch nie echte gentilis gesehen habe, will ich mal das nur vorsichtig vorschlagen.
Deine Aussage "normal in Wiesen gefunden" kommt mir übrigens komisch vor. C. rotundifolia wächst ja gerade NICHT in Wiesen, sondern an solchen felsigen-schotterigen Stellen wie der abgebildeten

Gruß, Michael

Horst Schlüter
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Re: Glockenblume am Donaudurchbruch

Beitrag von Horst Schlüter » 26.12.2018, 00:04

Hallo Michael,
ja, wenn man Deinen Link sieht, dann erkennt man gleich, daß es eben doch nicht C. gracilis ist.
Nun bin ich aber doch verwundert. C. rorundifolia ist doch eine häufige Pflanze und kommt nicht nur auf felsigen, schottrigen Stellen vor. Solche Stellen sind zumindest im Raum Winnenden rar. Hier der Auszug von Wikipedia:
Die Pflanze gilt als Magerkeitszeiger und bevorzugt trockene bis frische, meist bodensaure Magerwiesen, Weiderasen, Waldsäume, auch felsige Standorte (auch über Kalk) von der collinen bis montanen Höhenstufe.

Vielen Dank für Deine Antwort.

Gruß
Horst

Kraichgauer
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Re: Glockenblume am Donaudurchbruch

Beitrag von Kraichgauer » 26.12.2018, 09:31

Sicher stimmt das im Prinzip, aber gemeint sind lückige, steinige Stellen. Wann immer sie die Möglichkeit hat, auf Schotter oder Felsen zu wachsen, wird sie das bevorzugen. In dichten Wiesen fehlt sie normalerweise.

Gruß, Michael

Horst Schlüter
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Re: Glockenblume am Donaudurchbruch

Beitrag von Horst Schlüter » 26.12.2018, 19:20

Hallo Michael,
oh je, da habe ich ja das Datum vergessen. Natürlich am selben tag, wie die anderen Bilder also 01.06.2018.
Tut mir leid, dieses Versehen.
Natürlich meinte ich nicht Fettwiesen, aber ganz mager müssen die Wiesen auch nicht sein.
Es grüßt
Horst

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