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Unbekannte Wildpflanze

Wer eine Wildpflanze aus Europa bestimmt haben möchte, kann hier eine Bestimmungsanfrage dazu stellen.

Moderatoren: akw, Jule

Forumsregeln
1. Bildanhänge für Themen und neue Beiträge dürfen nicht größer als 800 x 600 sein, ansonsten funktioniert der Upload nicht!

2. Bitte zu jeder Anfrage einen Fundort (Land,Stadt, Umgebung, Habitat etc.) und Funddatum angeben
3. Bitte nicht mehr als 3 Pflanzen pro Thema anfragen (wird sonst unübersichtlich)
4. Herbarium-Anfragen von Schülern und Studenten werden NUR noch mit eigenen Bestimmungsversuchen akzeptiert - Sonst Löschung des Beitrages

TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg und die Artansprache hier im Forum.
Weiterhin viel Spass im Forum :)
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Roland A
Beiträge: 1
Registriert: 14.06.2018, 21:47

Unbekannte Wildpflanze

Beitrag von Roland A » 14.06.2018, 22:06

Diese Pflanze wächst bei uns in einer fast wilden Ecke. Sie hat keine grünen Pflanzenteile. Unsere Recherche hat bisher keinen Erfolg gehabt.
Der Dateianhang IMG_20180614_215412.jpg existiert nicht mehr.
IMG_20180614_215442.jpg
IMG_20180614_215442.jpg (312.8 KiB) 237 mal betrachtet

Manfrid
Beiträge: 1688
Registriert: 06.12.2010, 09:55

Re: Unbekannte Wildpflanze

Beitrag von Manfrid » 15.06.2018, 07:06

Hallo,

das sieht nach einer Ständelwurz (Epipactis) aus, die ausnahmsweise ganz "chlorotisch" (ohne Blattgrün) ist. Sie lässt sich über ihren Mycorrhiza-Pilz auch die benötigten Kohlenhydrate zuführen, die sie sonst selbst bilden würde. (Es sei denn, sie steht noch in Verbindung mit einem normal grünen Exemplar.) Kommt bei Orchideen immer wieder mal vor; siehe hier viewtopic.php?f=4&t=3762&start=105 . Aber sehr interessant.

Gruß! - Manfrid

P. s.: Gibt es grüne Exemplare in der Umgebung? Dann wäre auch eine genauere Bestimmung leichter möglich.

unsane
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Re: Unbekannte Wildpflanze

Beitrag von unsane » 15.06.2018, 19:55

Moin,

in der näheren Verwandtschaft der Gattung Epipactis ist Mykotrophie schon vorzufinden wie z.B. beim Dingel, Limodorum abortivum. Auch einige Cephalanthera-Arten sind halb- bzw vollmykotroph z.B. das amerikanische Cephalanthera austinae und auch bei Epipactis scheint z.B. Epipactis purpurata schon auf dem Weg dort hin zu sein.
So ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch andere Arten der Gattung solche Anwandlungen zeigen und durch ihre sowieso schon vorhandene, permanente Verbindung zum Mykorrhiza-Pilz durch den Verlust des Chlorophyll nicht absterben wie z.B. chlorophylllose heterotrophe Pflanzen, die auch gelegentlich vorkommen können. Deren Verbindung zu Mykorrhiza-Pilzen ist offensichtlich dann nicht in der Lage die Pflanze ausreichend zu ernähren.

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