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Poa -> Poa bulbosa

Wer eine Wildpflanze aus Europa bestimmt haben möchte, kann hier eine Bestimmungsanfrage dazu stellen.

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TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg und die Artansprache hier im Forum.
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Anagallis
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Poa -> Poa bulbosa

Beitrag von Anagallis » 21.04.2018, 09:46

20.4.2018 KA Rheinhafen, Pflasterritze

Der Parey listet als einzige Arten mit Laubsprossen an den Ähren P. alpina/bulbosa. Erstere ist es schon rein geographisch nicht, und für letztere fehlen die Zwiebelchen. Im übrigen sind alle untersuchten Ährchen leer: sie bestehen nur aus Deck- und Hüllspelzen. Was ist es, und wo liegt beim Schlüsseln der Denkfehler?
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OG_1
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Re: Poa

Beitrag von OG_1 » 21.04.2018, 19:39

Hallo Anagallis,
das ist sicherlich Poa bulbosa, die im Rheinhafen auch sehr häufig ist. Die Zwiebeln sind an der blühenden Pflanze zur Blütezeit natürlich schon weitgehend aufgebraucht. Es wird deutlicher, wenn man nichtblühende Triebe vor dem Einziehen betrachtet, dann sind die Zwiebeln deutlich.
Etwas irritiert mich das scheinbar lange Blatthäutchen. In Deutschland wurde als seltene Adventivart auch schon die nahe verwandte Poa perligularis nachgewiesen, die sich durch längere Blatthäutchen (an Stengelblättern 5-8 mm, an Grundblättern 2-4 mm) und eine schmalere, tiefer im Substrat sitzende Zwiebel auszeichnet.
Von Poa bulbosa taucht bei uns offenbar nur die pseudovivipare Sippe auf, es ist daher normal, dass man keine kompletten Ährchenmerkmale studieren kann.

Viele Grüße
Uwe

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Anagallis
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Re: Poa -> P. bulbosa

Beitrag von Anagallis » 21.04.2018, 22:09

Vielen Dank für die Erläuterungen. Langsam aber sicher geht es etwas besser mit den Gräsern.

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