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Funde vom Grötzinger Weinberg

Wer eine Wildpflanze aus Europa bestimmt haben möchte, kann hier eine Bestimmungsanfrage dazu stellen.

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2. Bitte zu jeder Anfrage einen Fundort (Land,Stadt, Umgebung, Habitat etc.) und Funddatum angeben
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TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg und die Artansprache hier im Forum.
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Anagallis
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Funde vom Grötzinger Weinberg

Beitrag von Anagallis » 05.09.2014, 23:31

Fundort: Weinberg in Grötzingen
Funddatum: 5.9.2014
Standort: Trockener, steiniger Wegrand an Südseite auf mittlerer Höhe des Weinbergs

Ich übe immer noch fleißig und freue mich über eine Bestätigung oder Korrektur. :-)

1. Campanula rapunculus? (Bilder sind falsch benannt!)
Bin nicht sicher, einige Merkmale scheinen eher für C. patula zu sprechen? Unpassend für beides: Die Blätter der Grundrosette sind zum Teil sehr lang gestielt (> 5 cm).

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2. Calamintha nepeta ssp. nepeta?
Die Pflanzen hatten anscheinend aufgrund des steinigen Standorts einen eher anormalen, stark gedrängten Wuchs - wie man das auch oft an Bahndämmen sieht. Die wurde bestimmt dieses Jahr schon einmal abgemäht und mußte rasch wieder nachwachsen. Rothmaler Seite 674 im Hintergrund dient als Maßstab (hatte es vor Ort erst die Galeopsis-typischen hohlen Zähne zu erkennen geglaubt). (Blütenlänge ca. 12 - 13 mm).

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D.
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Manfrid
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Re: Funde vom Grötzinger Weinberg

Beitrag von Manfrid » 07.09.2014, 21:32

Hallo,

Campanula rapunculus stimmt. Calamintha nepeta auch, aber die Unterartbestimmung überlasse ich anderen.

Gruß! - Manfrid

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Anagallis
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Re: Funde vom Grötzinger Weinberg

Beitrag von Anagallis » 07.09.2014, 22:14

Danke, Manfrid.

Auf http://worldplants.webarchiv.kit.edu//KA/ ist Calamintha nepeta ssp. glandulosa als heimisch und "im Landkreis Karlsruhe weit verbreitet und stellenweise nicht selten". Andererseits "Pflanze weitgehend geruchlos". Die fotographierte Pflanze roch aber stark nach Minze. Die ssp. nepeta paßt jedoch besser mit der Anzahl der Blattzähne, ist aber nicht gelistet. Kommt ssp. nepeta hier also doch vor, oder ist es eine untypischen ssp. glandulosa. Das ist vielleicht eine Frage für den Kraichgauer?

D.
D.

kraichgauer

Re: Funde vom Grötzinger Weinberg

Beitrag von kraichgauer » 07.09.2014, 22:35

Das ist Bergminze (Clinopodium menthifolium, Calamintha menthifolia, keine Lust, die zahllosen weiteren Synonyme aufzulisten). Die kommt am westlichen Kraichgaurand nicht selten an warmen Säumen vor, blüht jetzt.
Hat größere Blüten wie die südeuropäische, in Gärten manchmal gepflanzte Clinopodium nepeta und riecht vor allem sehr gut (Clinopodium nepeta riecht nach angebrannter Zahnpasta), der Wirbeldost (Clinopodium vulgare) riecht gar nicht oder nur sehr schwach. Vom Wirbeldost kann man sie allein durch den lockeren Blütenstand sofort unterscheiden.

Sorry, für die chaotische Nomenklatur in dieser Gruppe kann ich nichts. Mittlerweile wird (was sinnvoll ist) alles inklusive Calamintha und Acinos wieder in Clinopodium sensu lato eingeschlossen, bloß ein kleinerer Teil der Micromeria bleibt draußen.

Gruß, Michael

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