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Stellaria palustris

Wer eine Wildpflanze aus Europa bestimmt haben möchte, kann hier eine Bestimmungsanfrage dazu stellen.

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2. Bitte zu jeder Anfrage einen Fundort (Land,Stadt, Umgebung, Habitat etc.) und Funddatum angeben
3. Bitte nicht mehr als 3 Pflanzen pro Thema anfragen (wird sonst unübersichtlich)
4. Herbarium-Anfragen von Schülern und Studenten werden NUR noch mit eigenen Bestimmungsversuchen akzeptiert - Sonst Löschung des Beitrages

TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg und die Artansprache hier im Forum.
Weiterhin viel Spass im Forum :)
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Dolgenblütler
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Stellaria palustris

Beitrag von Dolgenblütler » 11.08.2007, 19:48

Diese Pflanze hätte ich als Stellaria palustris bestimmt, weil
- sie relativ aufrecht war
- wenige Dichasien hatte
- die Blätter wohl nicht bewimpert sind.
Dazu 2 Fragen:
1. Der Blütenstand soll 2 - 9 blütig sein. Bezieht sich das auf die gesamte Pflanze oder nur auf das Ende eines Astes?
2. Wo sieht man die Bewimperung der Tragblätter bei Stellaria graminea am besten?
Die Pflanze habe ich heute in einer sehr nassen Wiese bei Günzburg gefunden.
Herzliche Grüße
Thomas
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Tetra
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Beitrag von Tetra » 11.08.2007, 20:12

Hallo Thomas,
ich sehe da keine besonderen Anzeichen für S. palustris. Ich halte das für S. graminea und zwar aus dem einfachen Grunde, weil die Blüten nicht groß genug erscheinen. Man kann erkennen, dass die Kronblätter nur wenig länger als die Kelchblätter sind. Das sollte bei S. palustris anders sein: Praktisch doppelt so lang wie die Kelchblätter. Zur Bewimperung der Deckblätter würde ich Dir die Abbildung im ROTHMALER Bd. 3 empfehlen. Angaben über den Blütenstand (woher die Angabe ?) sollten sich auf die gesamte Pflanze beziehen.

Gruß, Tetra

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botanix
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Beitrag von botanix » 11.08.2007, 20:21

Hallo Thomas,

mit Tragblatt ist das Blatt gemeint, aus dessen Achsel der Blütenstiel entspringt. Die Bewimperung ist an der Basis des Tragblatts am besten ausgeprägt.
Tetra, die Angaben stammen aus "Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs". Dort wird auch erwähnt, dass es Sippen von palustris mit nur 2 mm langen Kronblättern gibt. Das macht das Bestimmen nicht leichter.

Gruß botanix
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Tetra
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Beitrag von Tetra » 11.08.2007, 20:37

botanix hat geschrieben:Hallo Thomas,

mit Tragblatt ist das Blatt gemeint, aus dessen Achsel der Blütenstiel entspringt. Die Bewimperung ist an der Basis des Tragblatts am besten ausgeprägt.
Tetra, die Angaben stammen aus "Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs". Dort wird auch erwähnt, dass es Sippen von palustris mit nur 2 mm langen Kronblättern gibt. Das macht das Bestimmen nicht leichter.

Gruß botanix
Wie sieht es denn mit der "Fleischigkeit" der Blätter aus ? Gibt es hier Anzeichen für S. palustris ? Besonders "blaugrün" erscheinen sie mir nicht. Angeblich sollen auch die Kelchblätter bei S. palustris kahl sein. (Bei S. graminea gewimpert).

Gruß, Tetra

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botanix
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Beitrag von botanix » 11.08.2007, 20:56

Hallo Tetra,

meine erste palustris bekam ich vor einigen Jahren von einem bekannten Botaniker an einem Teich im Vogelsberg gezeigt: wenig- und großblütig.
Mein erster eigener Fund war nicht so einfach zu bestimmen. Blüte etwas kleiner, mehr Blüten, verwachsener Weggraben zwischen Großseggenwiesen.
Frag mich jetzt bitte nicht wie fleischig die Blätter waren, selbst wenn ich den Beleg fände (ungeordnetes Herbar), ist es nicht mehr nachvollziehbar.
Solche "mehr oder weniger" Angaben sind schwierig zu vermitteln.
Damals habe ich direkt mit graminea verglichen, da fielen mir die Unterschiede auf. Wäre auch mein Tip für Thomas - direkter Vergleich!!

Gruß botanix
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Beitrag von Dolgenblütler » 12.08.2007, 00:22

Diese Pflanze habe ich in Weiherhof bei Augsburg ebenfalls in einer sehr sumpfigen Wiese gefunden und sofort als Stellaria graminea bestimmt. Der Stängel stützte sich ausschließlich auf andere Pflanzen und erschien mir auch viel zarter als die Günzburger Stellaria.
Auch hier habe ich keine Bewimperung der Tragblätter photographieren können. Insgesamt sind die Unterschiede zwischen den beiden Pflanze aber wohl relativ gering. Sprich: ich bin nicht sehr viel weitergekommen :?
Herzliche Grüße
Thomas
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Beitrag von Dolgenblütler » 12.08.2007, 00:55

Hier hab ich noch ein Bild der Günzburger Pflanze, welches die Tragblätter zeigt. Laut Rothmaler Band 3 sollten diese bewimpert sein, was ich jedoch auf dem Bild nicht feststellen kann.
Noch ein Beitrag zur Verwirrung! :wink:
Viele Grüße
Thomas
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Beitrag von botanix » 12.08.2007, 21:38

Hallo Thomas,

dann sollte das auch palustris sein.
Nimm dir doch mal ne graminea und schau dir die Bewimperung der Blätter und Tragblätter mit der Lupe an. Vergleiche auch mal Kelch und Blüte.

Gruß botanix
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