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Was wächst neben meinen Tomaten?

Wer eine Wildpflanze aus Europa bestimmt haben möchte, kann hier eine Bestimmungsanfrage dazu stellen.

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1. Bildanhänge für Themen und neue Beiträge dürfen nicht größer als 800 x 600 sein, ansonsten funktioniert der Upload nicht!

2. Bitte zu jeder Anfrage einen Fundort (Land,Stadt, Umgebung, Habitat etc.) und Funddatum angeben
3. Bitte nicht mehr als 3 Pflanzen pro Thema anfragen (wird sonst unübersichtlich)
4. Herbarium-Anfragen von Schülern und Studenten werden NUR noch mit eigenen Bestimmungsversuchen akzeptiert - Sonst Löschung des Beitrages

TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg und die Artansprache hier im Forum.
Weiterhin viel Spass im Forum :)
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stratkon
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Was wächst neben meinen Tomaten?

Beitrag von stratkon » 26.07.2007, 14:25

Hallo, diese Pflanze habe ich zwischen meinen Tomaten entdeckt und natürlich weiß ich wieder nicht was da so wächst. Für Eure Hilfe bin ich immer wieder dankbar. Freundliche Grüße, stratkon
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Hegau
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Beitrag von Hegau » 26.07.2007, 15:28

Das ist Physostegia virginiana (Amerikanischer Drachenkopf), bei uns eine Zierpflanze, habe ich in Südfrankreich aber auch schon verwildert gefunden.

Gruß Thomas
Online-Exkursionsflora für den Alpenraum http://www.tkgoetz.homepage.t-online.de ... ahome.html

Bestimmungsschlüssel und Kartierung der Laufkäfer Baden-Württembergs http://www.tkgoetz.homepage.t-online.de/Laufkaefer.html

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Belle
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Beitrag von Belle » 28.07.2007, 13:57

- botanisch müsste man können! Ich wollte gerade einwänden, es könne sich doch auch schlicht um eine Gelenkblume handeln, weil im Garten, aber sie heisst eben Physostegia ... wusste ich nicht.
http://www.horst-luenser.de/gartenpflan ... blume.html

LG
Belle

Gregor
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Beitrag von Gregor » 28.07.2007, 14:28

Hallo allerseits,

zu Physostegia virginiana (L.) Benth., Gelenkblume

Die im östlichen Nordamerika von New Brunswik in Kanada bis Minnesota und südwärts bis Carolina und Missouri heimische Gelenkblume kam 1649 wohl aus dem damaligen niederländischen Besitzungen um Neu-Amsterdam (heute New York) in den Botanischen Garten Leiden. In dem 1680 erschienenen 1. Teil seines Werkes über die in den berühmten holländischen Gärten beobachteten selteneren Pflanzen beschrieb der Danziger Kaufmann Jacob Breyne die Art als Dracocephalon Americanum. 1683 wurde sie in England kultiviert. Zu dieser Zeit kam die Art auch nach Deutschland, gegen Ende des 17. Jahrhunderts wird sie aus Schlesien belegt, und 1699 wuchs sie als Dracocaephalos im Boseschen Garten in Leipzig. Im 18. Jahrhundert war sie nur in einigen Botanischen und Liebhaber-Gärten vertreten, so 1726 in Jena, 1736 in dem von Ziethenschen Garten in Trebnitz bei Seelow, 1746 im Krauseschen Garten in Berlin. 1753 änderte Linnaeus den bis dahin gebräuchlichen Dracocephalum virginianum ab. Obwohl der Kauf- und Handelsgärtner Johann Nikolaus Buek in Hamburg die Art in seinem Katalog 1779 bereits zum Kauf anbot, blieb sie hierzulande vorwiegend auf Botanische und Liebhaber-Gärten beschränkt. 1829 nahm sie der englische Botaniker George Bentham aus der gattung Dracocephalum heraus und schuf für sie und verwandte Arten die Gattung Physostegia, deren Namen er wegen des blasig aufgetriebenen Kelches dieser Arten aus gr. phýsa, »Blase« und stége, »Dach, Decke« künstlich gebildet hatte. Damals fand sie, in Wredows Gartenfreund 1827 als »schöne Art« und im Staudenbuch von Zetter 1837 als »schöne Zierpflanze« charakterisiert, mehr und mehr Eingang in die allgemeine Gartenkultur. 1871 wurde sie auch für Teppichbeete empfohlen (Gartenflora, Jahrgang 21). 1885 entstand in England neben der purpurrötlich blühenden Stammform eine Form mit reinweißen Blüten (cv. 'Alba'), die Ende des 19. Jahrhunderts vom Gartenbaubetrieb Otto Froebel in Zürich als Neuheit angeboten wurde. Erst nach dem Aufkommen des Staudengartens und der Staudengärtnerei wuchsen Interesse und Nachfrage. 1913 gab es einige weitere Sorten, u. a. eine cv. 'Compacta rosea'. Um 1930 kam die Sorte 'Vivid' mit leuchtend weinroten Blüten auf den Markt. 1932 preist Pareys Blumengärtnerei die Art mit folgenden Worten an: »Eine wertvolle Rabattenstaude; ihre Blütentrauben oder -rispen sind wirklich schön, und da die Pflanze leicht gedeiht, so sei sie für mittlere und größere Ziergärten bestens empfohlen.« Aber erst nach dem 2. Weltkrieg erfolgte in Deutschland eine stärkere Ausbreitung, und heute wird die Gelenkblume mit ihren Sorten in vielen Gärten angetroffen.

Schöne Grüße aus Kiel

Gregor

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Belle
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Beitrag von Belle » 28.07.2007, 15:21

:D Danke sehr!

LG
Belle

P.S.: Irgendwie schade, dass solche Informationen so nach und nach wegrutschen und untergehen. Am Liebsten würde ich mir eine Pinwand mit deinen ausführlicheren, allgemeinen Beiträgen zu Tagetes, Petunie, Gelenkblume u.s.w. festnageln.

stratkon
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Zuallererst möchte

Beitrag von stratkon » 28.07.2007, 15:25

ich mich für Eure Mühen und Antworten bedanken und Gregors Antwort kommt als .txt zu den Bildern - dafür extra Dank. Freundliche Grüße, stratkon

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