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Moos am Rhein => Cinclidotus riparius

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JarJar
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Moos am Rhein => Cinclidotus riparius

Beitrag von JarJar » 01.03.2021, 12:44

Hallo miteinander,

kann man hier was machen? Ich habe einen Beleg gesammelt, den man ggf. nass machen kann...

Funddaten: Deutschland, Baden-Württemberg, Landkreis Waldshut, Albbruck, Gletschermühlen (glatt geschliffene Granitfelsen)direkt am Rhein, 30-50cm über Wasserlinie, 28.02.2021

LG und Dank,
Christoph
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bryotom
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Re: Moos am Rhein

Beitrag von bryotom » 01.03.2021, 21:01

Hallo Christoph, etwas in Richting Cinclidotus wäre mein erster Tipp. Müsste mikroskopiert werden, um genaueres sage zu können. Beste Grüße Thomas

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JarJar
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Re: Moos am Rhein

Beitrag von JarJar » 02.03.2021, 19:11

Hallo Thomas,

mal angenommen, es geht in Richtung Cinclidotus - kann man dann anhand der folgenden beiden Bino-Aufnahmen Cinclidotus danubicus draus machen? (Auf Grund der gut zu erkennenden Stachelspitze?) Im Vergleich mit den Bildern in Lüth - Mosse of Europe würde das m.E. am besten passen. Cinclidotus aquaticus habe ich im Moment noch auf Grund der Verbreitung und der schmaleren Blätter ausgeschlossen...

Liebe Grüße und Danke dir :)
Christoph
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bryotom
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Re: Moos am Rhein

Beitrag von bryotom » 03.03.2021, 14:02

Hallo Chrsitoph,
da ich die Pflanze nicht selbst vor mir habe, ist das nicht so leicht.
Der Blattrand ist sicher mehrschichtig, das weißt schon in Richtung Cinclidotus s.l.

C. aquaticus ist das sicher nicht, da hast Du recht.

Die Planzen sehen insgesamt recht mickerig aus, aber ich habe keine Vergleichsmöglichkeit.

Wie die meisten Ufermoose sind auch die Cinclidotussens recht variabel.
Blattquerschnitte (Rippe und Rand) wären noch hilfreich.
Auch Fotos mehrerer vollständig abpräparierter Blätter von Basis bis Spitze.

Neben C. danubicus kann auch C. riparius eine kurz austretende Rippe haben.
C. riparius ist auch regelmäßig gedrungener / kleiner als C. danubicus.
C. danubicus hat eigentlich deutlich lang gestreckte Blätter (wenn auch nicht so schmal und einseitswendig wie C. aquaticus, bei dem auch die Rippe bis zu einem Drittel des Blattgrundes einnimmt).
Ungewöhnliche Formen von C. fontinaloides unterscheiden sich allein durch die Anatomie des Balttrandes.

Dialytrichia mucronata möchte ich bei der Blattform ebenfalls noch nicht völlig ausschließen, aber sie wächst für gewöhnlich dicht rasiger.

Beste Grüße
Thomas

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Re: Moos am Rhein

Beitrag von JarJar » 08.03.2021, 19:52

Hallo Thomas,

weiteres Mikroskopieren hat eine papillöse Oberfläche zu Tage gebracht...
Dialytrichia mucronata möchte ich bei der Blattform ebenfalls noch nicht völlig ausschließen, aber sie wächst für gewöhnlich dicht rasiger.
Genau daher würde ich das auch nicht auf dem letzten Bild finde ich schon dass es recht dichtrasig wirkt. Das Hochwasser hat ganz schön an den glatten Felsen abgewaschen. Gut möglich, dass es daher teilweise nicht mehr dichtrasig wächst... ich muss es doch noch mal etwas ganauer unter die Lupe nehmen... ganz schön schwierig, das vernünftig zu mikroskopieren :)

LG und Danke dir!
Christoph

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bryotom
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Re: Moos am Rhein => Cinclidotus sp. oder evtl. Dialytrichia mucronata

Beitrag von bryotom » 09.03.2021, 14:04

Hallo Christoph,
wenn du typische Pottiaceen-Papillen auf den Zellen gesehn hast (mehrere "Höcker" pro Zelle, ca. 4 im Schnitt), dann ist das Dialytrichia mucronata, weil solche Papillen bei Cinclidotus fehlen (Wandverdickungen ja, aber keine aufragenden Papillen.
Beste Grüße
Thomas

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Re: Moos am Rhein => Cinclidotus sp. oder evtl. Dialytrichia mucronata

Beitrag von JarJar » 13.03.2021, 18:16

Hallo Thomas,

ich hab eine Beleg an Michael geschickt. Es ist Cinclidotus riparius! Die Papillen habe ich mir wohl eingebildet.

LG Christoph

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Re: Moos am Rhein => Cinclidotus riparius

Beitrag von bryotom » 13.03.2021, 23:59

Hallo Christoph, kann ich wunderbar mit leben. Wäre ohne Papillen auch mein Favorit gewesen, wegen Blattform un gedrungener Wuchsform. Beste Grüße Thomas

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