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Moose an feuchten Stellen

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Arthur
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Moose an feuchten Stellen

Beitrag von Arthur » 20.02.2021, 18:27

Hallo,

diese Moose fand ich an Bachrändern des Vogelsberg und an einem Sumpf bei Gießen.

1. Plagiomnium sp.
2. Rhizomnium punctatum?
3. Unbekannt
4. Rhizomnium punctatum? Sieht aber anderes etwas anders aus.
5. Unbekannt
6. Aulocomnium androgynum?

Vielen Dank für eure Hilfe.

Arthur
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bryotom
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Re: Moose an feuchten Stellen

Beitrag von bryotom » 21.02.2021, 11:47

Hallo Arthur,
Bild 1 ist m.E. Plagiothecium ruthei (P. denticulatum var. undulatum).
Bild 2 ist Rhizomnum punctatum.
Bild 3 War das ein Gesteinsstandort? Wenn die Pflanzen kurze Glaspitzen haben, ist das etwas aus dem Schistidium apocarpum agg.
Bild 4 Ich tippe Mnium hornum beim wiederdurchgrünen (Antheridienstände sind noch zu erkennen, die junge Sprosse sind noch anliegend beblättert).
Bild 5 wohl ebenfalls Mnium hornum (richtig viel sehe ich nicht).
Bild 6 War das auf Totholz? Entscheidende Details erkenne ich nicht. Von der Farbe her Aulacomnium androgynum, aber dann über irgendwelchen Pleurokarpen (Hypnum cupressiforme und evtl. noch Herzogiella seligeri, man sieht deren Sporogone und teilweise auch Sprosse).
Beste Grüße
Thomas

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Arthur
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Re: Moose an feuchten Stellen

Beitrag von Arthur » 22.02.2021, 11:16

Hallo Thomas,

auch hier Vielen Dank für die Bestimmungen.

Plgiothecium ruthei scheint öfter auf Bäumen zu wachsen oder?
Rhizomnium punctatum habe ich zum ersten mal gesehen, obwohl es doch eigentlich so häufig sein soll.
Bei Schistidium apocarpum tuhe ich mich schwer, daran glaube ich nicht wirklich. Das Moos wächst auf einem vermutlich "Basaltfelsen" am Bachlauf.
Gut Mnium hornum erkenne ich jetzt auch in jedem Stadium, gestern auch im Wald überall gefunden.
Zu Bild 6: Die Moose wachsen an einem Ast, ich glaube nicht abgestorben, am Rand eines Sumpfes. Bei Aulacomnium androgynum bin ich mir eigentlich sicher. Die Farbe sticht förmlich heraus. Herzogiella seligeri habe ich noch nicht bewusst gesehen, mal drauf achten.

Gruß Arthur
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Re: Moose an feuchten Stellen

Beitrag von bryotom » 22.02.2021, 18:14

Na ja,

Plagiothecium ruthei mag es eben feucht. An Baumfüßen in Bruch- und Sumpfwäldern aber auch am Boden kann es wachsen.

Schistidium ist keine Glaubensfrage! Die Art bzw. die Artengruppe gibt es häufig. Schau Dir mal eine gut bemooste Mauer an.

Herzogiella wächst oft fast "bubikopfartig" (toupetmäßig, wie eine Moosperücke) auf Totholz (gerne Nadelholz). Mit Sporophyten wie "Haare auf dem Hund".

Beste Grüße
Thomas

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Re: Moose an feuchten Stellen

Beitrag von Arthur » 23.02.2021, 19:05

zu Schistidium: Da hast du mich falsch verstanden. Ich glaube in diesem Fall nicht daran. Ich "kenne" die Artengruppe um apocarpum eher von trockenen Mauern und nicht an so feuchten Stellen. Was könnte es denn sonst noch sein?

Gruß Arthur
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bryotom
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Re: Moose an feuchten Stellen

Beitrag von bryotom » 23.02.2021, 23:10

Schistidium apocarpum ist hygrisch anspruchsoller als z.B. S. crassipilum. Weitere Arten kommen in Frage. Ohne mehr Details aber alles spekulativ. Außerdem musst du in Betracht ziehen, dass die Standorte nicht das ganze Jahr so feucht wie im Winter sind.

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Re: Moose an feuchten Stellen

Beitrag von Arthur » 24.02.2021, 12:06

Hallo Thomas,

danke für die Antwort. Du hast natürlich Recht. Bei Schistidium brauch mal wohl mehr Detailaufnahmen.
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