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Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Bestimmungsanfragen von kultivierten oder exotischen Arten können hier gestellt werden.

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2. Bitte zu jeder Anfrage einen Fundort (Land,Stadt, Umgebung, Habitat etc.) und Funddatum angeben
3. Bitte nicht mehr als 3 Pflanzen pro Thema anfragen (wird sonst unübersichtlich)
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TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg und die Artansprache hier im Forum.
Weiterhin viel Spass im Forum :)
AndreasG.
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von AndreasG. » 29.05.2020, 20:28

Vroni hat geschrieben:
29.05.2020, 20:05
Wenn ich das nicht missverstanden habe, glaubst du nicht, dass ein Dill 60 cm hoch werden könnte? Ich hatte in einem Jahr mal welchen ins Kräuterbeet gesät. Als die Staude die 2 m geknackt hatte, war's mir genug und ich hab sie entfernt … ;)

LG
Vroni
Bei mir im Balkonkasten wird der Dill maximal 20 cm. Derzeit ist er aber erst 5, vermutlich wegen der noch recht kalten Nächte. Ich ernte im Sommer ab und an ein paar Blattspitzen für den Gurkensalat, was das Wachstum nicht gerade beschleunigt. So richtig rundum zufrieden sieht er bei mir am Standort nicht aus, kommt aber jedes Jahr wieder und geht auch in die Blüte.
Und, ganz wichtig, seine Blätter riechen und schmecken so, wie sie sollen, nach Dill. Wie groß der im Freiland auf passenden Standorten wird, weiß ich nicht.
2 m hoher Dill ist aber doch eher Gärtnerlatein, oder?

DSCN2912.jpg
Das ist Dill und von der 2 m Marke ist der noch weit entfernt.
DSCN2912.jpg (129.98 KiB) 499 mal betrachtet

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Anagallis
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von Anagallis » 29.05.2020, 20:47

AndreasG. hat geschrieben:
29.05.2020, 20:28
2 m hoher Dill ist aber doch eher Gärtnerlatein, oder?
http://blumeninschwaben.de/Zweikeimblae ... r/dill.htm

Vroni
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von Vroni » 30.05.2020, 10:56

Ich wollte nicht sagen, dass deine Pflanze Dill sei, nur auf deine Zweifel über die mögliche Grösse dieser Pflanze eingehen.
AndreasG. hat geschrieben:
29.05.2020, 20:28
2 m hoher Dill ist aber doch eher Gärtnerlatein, oder?
Ich hätte ein Beweisfoto von der Entsorgung mit meinem zwei Meter grossen Ex … ;)

LG
Vroni

AndreasG.
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von AndreasG. » 30.05.2020, 11:04

Vroni hat geschrieben:
30.05.2020, 10:56
Ich wollte nicht sagen, dass deine Pflanze Dill sei, nur auf deine Zweifel über die mögliche Grösse dieser Pflanze eingehen.
AndreasG. hat geschrieben:
29.05.2020, 20:28
2 m hoher Dill ist aber doch eher Gärtnerlatein, oder?
Ich hätte ein Beweisfoto von der Entsorgung mit meinem zwei Meter grossen Ex … ;)
Das wäre super, obwohl im Zeitalter von Photoshop........ :twisted:
1 m würde ich ohne das geringste Murren akzeptieren, denn mein Dill hat es im Balkonkasterl wirklich nicht leicht. Ich würde mir wünschen, dass er etwas größer wird, denn zu Gurkensalat ein paar Dillspitzen ist nicht zu verachten.

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Anagallis
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von Anagallis » 30.05.2020, 20:16

Vroni hat geschrieben:
30.05.2020, 10:56
ein Beweisfoto von der Entsorgung mit meinem zwei Meter grossen Ex … ;)
Du hast Deinen Ex auf dem Kompost entsorgt? Auch eine Methode. Merke ich mir für alle Fälle.

AndreasG.
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von AndreasG. » 03.06.2020, 15:20

So, bald werden wir es wissen....
DSCN2914.jpg
DSCN2914.jpg (112.69 KiB) 429 mal betrachtet
Wenn das mal kein Blütenansatz ist......
Riecht übrigens irgendwie ganz leicht würzig, irgendwie harzig mit einer entfernten Note nach Dill, aber wirklich nur die Blüte.

AndreasG.
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von AndreasG. » 14.06.2020, 10:42

Wieder sind ein paar Tage in's Land gezogen. Der Kollege ist 1 m hoch, Tendenz steigend.
Zahlreiche Seitentriebe mit Blütenknospen. Immer noch kein feststellbarer Geruch.
DSCN2937.JPG
DSCN2937.JPG (157.13 KiB) 377 mal betrachtet
DSCN2938.JPG
DSCN2938.JPG (174.51 KiB) 377 mal betrachtet
DSCN2940.JPG
DSCN2940.JPG (142.81 KiB) 377 mal betrachtet
Lange kann ich ihn nicht mehr behalten. Er nimmt den eigentlich in dem Topf wohnenden Pflanzen Licht und Wasser weg und unterdrückt deren Wachstum. Einen kleineren habe ich neulich entsorgt. Der Stengel ist hohl.
Im Moment regnet es stark, die Blüte wird sich wohl erst später öffnen.

Melia
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von Melia » 14.06.2020, 13:34

Wie schon Manfrid schrieb, dürfte das Foeniculum vulgare sein.
Im Moment wächst bei mir hier (Peloponnes) dieser Fenchel überall wild, also keine Gartenflüchtlinge. Auch riecht er nicht besonders intensiv.
Grüsse, Gisela

AndreasG.
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von AndreasG. » 14.06.2020, 15:44

Ich musste ihn leider abschneiden. Eine Amsel war drauf und dran, in dem Topf in seinem Schutz ein Nest zu bauen. Doch ich brauche den Pott anderweitig. Der Geruch, wenn die gesamte Pflanze kleingeschnitten ist, ist eher unangenehm harzig. Zum Glück nicht sehr stark ausgeprägt, aber weit entfernt von Fenchel.
Bleibt noch die Frage, wie der auf meinen Balkon kam. Kann Fenchelsamen einen Aufenthalt in kochendem Wasser überleben, wenn man einen Tee mit so einer Mischung aufbrüht?
Ich werde das mal etwas genauer testen.

jake001
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von jake001 » 14.06.2020, 16:52

AndreasG. hat geschrieben:
14.06.2020, 15:44
Kann Fenchelsamen einen Aufenthalt in kochendem Wasser überleben, wenn man einen Tee mit so einer Mischung aufbrüht?
Keineswegs.

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Anagallis
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von Anagallis » 14.06.2020, 16:53

AndreasG. hat geschrieben:
14.06.2020, 15:44
Kann Fenchelsamen einen Aufenthalt in kochendem Wasser überleben, wenn man einen Tee mit so einer Mischung aufbrüht?
Nein, genausowenig wie irgendein anderes Lebewesen auf Eiweißbasis es überleben kann, gekocht zu werden.

AndreasG.
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von AndreasG. » 14.06.2020, 17:09

Naja, einige Samen keimen besser, wenn sie mit kochendem Wasser überbrüht werden, z.B. Adansonia (Baobab) Das habe ich selber ausprobiert, aber nur für 10 Sekunden. Wenn man das nicht macht, dauert es Monate oder gar Jahre, nach der Prozedur mit heißem Wasser keimen sie sofort.
Und die Teereste sind die einzige Erklärung, woher der Fenchelsamen stammen könnte. Ich werde es testen.

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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von Anagallis » 14.06.2020, 17:13

Reste kochendheiß aufgebrühten Tees sind in keinem Fall eine Erklärung. Es kommt natürlich auf Größe und Expositionsdauer an, aber geh mal davon aus, daß ein Fenchelsamen binnen Sekunden die Temperatur des nicht mehr kochenden Wassers annimmt. Bei einer Kokosnuß wäre es sicher anders. Das ist in etwa so wahrscheinlich wie daß eine durchgegarte Kartoffel wieder austreibt. Samen sind Lebewesen, nicht irgendwelche abstrakten Körnchen, aus denen ein Lebewesen erzeugt wird.

AndreasG.
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von AndreasG. » 14.06.2020, 17:23

Anagallis hat geschrieben:
14.06.2020, 17:13
Reste kochendheiß aufgebrühten Tees sind in keinem Fall eine Erklärung.
Dann bin ich aber auf eine bessere Erklärung gespannt.

Manfrid
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von Manfrid » 14.06.2020, 20:57

Ja, mach mal den Test! Interessiert mich auch.
Ich hatte mir mal Samen von Brachychiton rupestris kommen lassen. Da wurde empfohlen, die kochend zu überbrühen und dann bis zum Abkühlen des Wassers drin zu lassen. Ich war auch skeptisch und habe nur die Hälfte der Samen so barbarisch behandelt. Aber die waren dann die einzigen, die gekeimt sind - und zwar schnell und fröhlich.

Manfrid

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