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Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

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jake001
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von jake001 » 15.06.2020, 07:46

Manfrid hat geschrieben:
14.06.2020, 20:57
Ich hatte mir mal Samen von Brachychiton rupestris kommen lassen.
Ursprungsland Australien? Da gibt es ja einige Pyrophyten. Eukalyptus ist da ja das berühmteste Beispiel.
Verwundert mich nicht, dass man die erst einmal einem Hitzerreiz aussetzen muss.
Bei Fenchel bin ich da weiterhin recht skeptisch ...

AndreasG.
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von AndreasG. » 15.06.2020, 08:08

Ich will halt gerne wissen, wo dieser Fenchelsamen her kommt. Da haben sich mehrere Pflänzchen in meinen Blumentöpfen breitgemacht und ich habe die mit Sicherheit nicht ausgesät. Flugfähig ist der Samen nicht und hier in der Umgebung gibt es ohnehin keinen Fenchel.

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Anagallis
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von Anagallis » 15.06.2020, 09:20

Vogelkot? Aus Vogelgefieder? Eingeschlepptes Substrat? Vom Balkon oben drüber runtergefallen? Es gibt auch so einiges, das die Kompostierung übersteht.

AndreasG.
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von AndreasG. » 15.06.2020, 10:17

Anagallis hat geschrieben:
15.06.2020, 09:20
Vogelkot? Aus Vogelgefieder?
Sehr unwahrscheinlich. Niemand hier in der Umgebung hat Fenchel im Anbau und da die Pflanzen an mehreren Stellen auftauchen, müsste der gleiche Vogel mehrmals.....
Anagallis hat geschrieben:
15.06.2020, 09:20
Eingeschlepptes Substrat?
Zuletzt habe ich vor 2 Jahren eine Tüte Komposterde gekauft. Seit dem verwende ich selbstgemachten Kompost, bestehend aus Kaffeesatz und Kräuterteebeuteln, naja hauptsächlich Kaffeesatz. Der zersetzt sich relativ schnell.
Anagallis hat geschrieben:
15.06.2020, 09:20
Vom Balkon oben drüber runtergefallen?
Nein, der Nachbar über mir hat nur ein paar Kakteen, soviel ich weiß. Außerdem würde der Samen nicht auf meinem Balkon landen, wenn er von oben runterfällt.
Anagallis hat geschrieben:
15.06.2020, 09:20
Es gibt auch so einiges, das die Kompostierung übersteht.
Oder ein heißes Bad?

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Anagallis
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von Anagallis » 15.06.2020, 10:51

AndreasG. hat geschrieben:
15.06.2020, 10:17
Sehr unwahrscheinlich. Niemand hier in der Umgebung hat Fenchel im Anbau und da die Pflanzen an mehreren Stellen auftauchen, müsste der gleiche Vogel mehrmals.....
Das Substrat bleibt immer schön an derselben Stelle? Es wird nie gestört? Niemand faßt hinein, um etwas neues auszusäen? Niemand gießt und schwemmt Substrat im Topf herum?
Zuletzt habe ich vor 2 Jahren eine Tüte Komposterde gekauft.
Also eine denkbare Quelle. Der DIll im Kräuterbeet hier hat auch fünf Jahre später nochmal gekeimt.
Nein, der Nachbar über mir hat nur ein paar Kakteen, soviel ich weiß.
Das sagt nichts darüber aus, ob der Nachbar auf dem Balkon Fenchelsamen verstreut (z.B. zerrissene Teebeutel, Meisenknödel oder sonstwas).
Außerdem würde der Samen nicht auf meinem Balkon landen, wenn er von oben runterfällt
An windigen oder sogar stürmischen Tagen?
Oder ein heißes Bad?
Heiße Bäder sind vielleicht kein Problem. Es war jedoch von minutenlang kochendheiß überbrühen die Rede. Eine Fenchelfrucht ist winzig und hat keinerlei Schutz gegen äußere Hitze - wozu auch. Die Wärmeisolation kann man vernachlässigen (im Gegensatz zu den großen, dickschaligen Samen, von denen im Thema die Rede war.) Die Frucht nimmt also fast sofort Umgebungstemperatur an, und Eiweiße, die Temperaturen um die 90 Grad ausgesetzt werden, denaturieren. Die Fenchelfrucht kann ja nicht schwitzen und die Wärme abführen.

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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von AndreasG. » 15.06.2020, 14:17

Anagallis hat geschrieben:
15.06.2020, 10:51

Das sagt nichts darüber aus, ob der Nachbar auf dem Balkon Fenchelsamen verstreut (z.B. zerrissene Teebeutel, Meisenknödel oder sonstwas).
Wer macht denn sowas, Teebeutel zerreißen meine ich?
Und das in Meisenknödeln Kümmelsamen enthalten enthalten sind, habe ich noch nie gehört.

Ich habe neulich einen Teebeutel zerrissen, der noch nicht überbrüht wurde. Aber erst vor kurzem.

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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von Anagallis » 15.06.2020, 15:01

AndreasG. hat geschrieben:
15.06.2020, 14:17
Wer macht denn sowas, Teebeutel zerreißen meine ich?
Nicht absichtlich. Manchmal bleibt mir einer an der Ecke der Dose hängen und reißt auf. Normalerweise aber in der Küche und nicht im Garten. Wie auch immer, irgendeine der unwahrscheinlichen Möglichkeiten muß es ja gewesen sein.

Schwimmen Deine Fenchelbeutel eigentlich? Vielleicht wär's möglich, daß mal ein Beutel nicht richtig untergetunkt und das Wasser nicht ganz so heiß war, so daß ein paar Samen überlebt haben.

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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von AndreasG. » 15.06.2020, 15:28

Ja, ich sorge schon dafür, dass die Teebeutel richtig untertauchen. Sonst schmeckt der Tee nur nach Wasser. So richtig glaube ich das selber nicht, aber sonst verwende ich keine Fenchelsamen und irgendwo müssen sie herkommen. Windeintrag halte ich für absolut unmöglich.
Allerdings, vielleicht war mein Gewürzkümmel damit verunreinigt. Gelegentlich landen ein paar Kümmelsamen in irgendwelchen Töpfen, die aber bisher noch nie was geworden sind. Und der optische Unterschied ist bei den Samen recht gering oder gar nicht vorhanden. Zuletzt hatte ich eine Packung von einem türkischen Gewürzhandel. Eigentlich hat der schon nach Kümmel geschmeckt, aber ähnlich sehen sich die Samen schon und erheblich billiger als der aus dem deutschen Supermarkt war er auch. :o Also eventuell gestreckt und vergessen, dass auf die Packung zu schreiben?
Ich lasse diese Eindringlinge meistens stehen, weil sie als Keimlinge echtem Dill sehr ähnlich sehen, und den verwende ich gerne als Gewürz.

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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von jake001 » 15.06.2020, 17:26

Kümmel und Fenchel sehen sich aber schon farblich nicht besonders ähnlich, die Grösse passt auch um mindestens den Faktor 2 nicht.

Kreuzkümmel sieht den Fenchelsamen aber ähnlicher als Kümmel. Da der in der Türkei als Gewürz noch recht verbreitet ist.

Vielleicht können wir in die Richtung noch einmal überlegen?

AndreasG.
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Re: Wieder ein unbekannter Gast im Blumentopf

Beitrag von AndreasG. » 15.06.2020, 18:00

Kreuzkümmel habe ich auch. Den verwende ich sogar häufiger als den normalen Kümmel. Auch da gab es Aussaatversuche.
Da ist zumindest bei mir der türkisch/arabische Händler sogar die einzige Quelle für ganze Samenkörner.

Hab gerade mal nachgeguckt; die Kreuzkümmel-Samen variieren in Form und Aussehen durchaus ein wenig. Kann gut sein, dass da was "artfremdes" mit dabei ist. Ein Foto mache ich keines, denn da kann man das vermutlich nicht erkennen.

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