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Zierstrauch mit weißlichen Beeren

Bestimmungsanfragen von kultivierten oder exotischen Arten können hier gestellt werden.

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2. Bitte zu jeder Anfrage einen Fundort (Land,Stadt, Umgebung, Habitat etc.) und Funddatum angeben
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TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg und die Artansprache hier im Forum.
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MrEd
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Zierstrauch mit weißlichen Beeren

Beitrag von MrEd » 21.10.2018, 23:06

Hallo zusammen,

dies ist meine erste Meldung hier, muss also noch lernen.

In letzter Zeit bewege ich mich öfter mit zwei noch jungen Hunden auf dem Vorplatz des Aachener Klinikums (Fundort). Dort gibt es metallene Gitterbänke, die kreisförmig angeordnet sind. In der Mitte steht meistens ein Baum umgeben von Sträuchern. Um diese Sträucher geht es! Unsere Hunde sind wie wild nach den Blättern und Früchten.

Meine erste Assoziation war Gewöhnliche Schneebeere (Symphoricarpos albus, „Knallerbse“). Deren Früchte sind aber größer und eher hohl, luftig. Die Beeren der gesuchten Pflanze sind eher fest und wässrig. Außerdem ist die Gewöhnliche Schneebeere ja eine recht häufige Wildpflanze, also eher in einem vom Gärtner angelegten Areal nicht anzutreffen.

Wäre schön, wenn jemand eine Idee hätte, worum es sich da handelt. Mich interessiert es auch, ob wir unsere Hunde davon abhalten sollen, nach den Blättern und Beeren dieser Pflanze zu suchen und diese zu verzehren.

Vielleicht weiß ja jemand eine Antwort? Ich hoffe, dass ich als Newbie nicht allzu viel falsch gemacht habe.

Liebe Grüße MrEd
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botanix
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Re: Zierstrauch mit weißlichen Beeren

Beitrag von botanix » 22.10.2018, 07:02

Hallo,

Ich vermute hier Euonymus fortunei, wird häufig als Bodendecker gepflanzt. Die Jugendform kriecht, klettert aber sobald eine Möglichkeit dazu besteht. Dann ändert sich auch die Blattform. Erst in diesem Stadium erreicht die Pflanze die Blühfähigkeit. Die Kapseln sind rundlich, weiß und enthalten orange Samen. Die Pflanze wird als stark giftig eingestuft. Für den sehr ähnlichen Euonymus japonicus (vielleicht ist es auch diese Art) habe ich diesen Link gefunden: https://www.gartenjournal.net/japanisch ... uch-giftig
Also: Halte lieber die Hunde fern von diesen Sträuchern, auch wenn bislang nichts passiert ist!

Gruß

Peter
alte Botanikerweisheit: man sieht nur was man kennt

MrEd
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Re: Zierstrauch mit weißlichen Beeren

Beitrag von MrEd » 22.10.2018, 21:50

Hallo und danke! Ja, da halte ich die Hunde besser fern. Vielleicht finde ich eine Möglichkeit, einen Gärtner zu fragen. Würde dann hier berichten.
Gruß Rudolf

Manfrid
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Re: Zierstrauch mit weißlichen Beeren

Beitrag von Manfrid » 23.10.2018, 09:15

Warum traut Ihr den Tierchen so wenig Instinkt zu? Wenn sie schon davon gefressen haben und immernoch scharf darauf sind, dann hat das schon seine Richtigkeit. Nicht alles, was uns schadet, schadet auch den Tieren. Die Schafe fressen mit Begeisterung Tollkirschen, die Rehe Efeu, der Biber Eiben... Der einzige "Nachteil" ist vielleicht, dass die dann keine Wurmkuren mit Neonicotinoiden etc. mehr brauchen.

Gruß! - Manfrid

AndreasG.
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Re: Zierstrauch mit weißlichen Beeren

Beitrag von AndreasG. » 23.10.2018, 09:54

Manfrid hat geschrieben:
23.10.2018, 09:15
Warum traut Ihr den Tierchen so wenig Instinkt zu? Wenn sie schon davon gefressen haben und immernoch scharf darauf sind, dann hat das schon seine Richtigkeit. Nicht alles, was uns schadet, schadet auch den Tieren. Die Schafe fressen mit Begeisterung Tollkirschen, die Rehe Efeu, der Biber Eiben... Der einzige "Nachteil" ist vielleicht, dass die dann keine Wurmkuren mit Neonicotinoiden etc. mehr brauchen.

Gruß! - Manfrid
Naja, es gibt immer wieder mal Vergiftungen, nachdem Pferde oder Rinder Eiben gefressen haben. Manche Pflanzen werden halt von den tieren nicht als giftig erkannt.

Manfrid
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Re: Zierstrauch mit weißlichen Beeren

Beitrag von Manfrid » 23.10.2018, 19:58

... wenn sie als Jungtiere nicht kosten konnten.

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botanix
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Re: Zierstrauch mit weißlichen Beeren

Beitrag von botanix » 23.10.2018, 22:22

Hallo,

@Manfrid: du hast ja weitgehend Recht, ABER:
das betrifft Wildtiere, weniger unsere Haustiere. Vor allem nicht die verspielten Jungtiere, die alles erstmal ins Mäulchen nehmen müssen. Mancher Hund schluckt auch ganz schnell runter, damit der andere Hund es nicht bekommt. Wir kennen einen Beagle, der so eine drei cm große Glasscherbe verschluckt hat. OP-Kosten: 1500 €. Unser Junghund hat auch schon Eicheln und Ebereschenbeeren gefressen, ein ander Mal ein Stück weggeworfener Käserinde, vielleicht 20-Cent groß. Innerhalb einer viertel Stunde fing er jedesmal an zu torkeln und wir mussten ganz schnell in die Tierklinik...
Nicht alles zeigt so schnell Wirkung. Rattengift zum Beispiel. Oder denk an Senecio jacobaea (und Verwandte), deren Giftstoff sich im Körper der Weidetiere ansammelt und erst ab einer bestimmten Menge zu Symptomen oder gar zum Tod des Tieres führt.
Deshalb: Schnauze weg von den Sträuchern! Das ist sicherer.

Gruß

Peter
alte Botanikerweisheit: man sieht nur was man kennt

Manfrid
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Re: Zierstrauch mit weißlichen Beeren

Beitrag von Manfrid » 24.10.2018, 11:37

Klar, muss jeder selbst entscheiden, wie er mit Risiken umgeht. Ich wollte nur sagen: Alle Risiken meiden ist auch riskant.

Manfrid

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