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Sedum in Pflasterritze -> Sedum dasyphyllum

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Anagallis
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Sedum in Pflasterritze -> Sedum dasyphyllum

Beitrag von Anagallis » 27.06.2018, 00:42

21.6.2018 Pflasterritze im Raum KA, Enzkreis, offensichtlich verwilerte Zierpflanze

Kann sich jemand auf diese Pflanze einen Reim machen? S. dasyphyllum hätte ja gegenständige Blätter, und S. hispanicum Kronblätter mit rotem Streifen und nicht so viele Drüsen? (Ohne Bild: die Blätter sind an sämtlichen Stengeln deutlich wechselständig.)
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unsane
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Re: Sedum in Pflasterritze

Beitrag von unsane » 27.06.2018, 01:08

Moin,

Sedum dasyphyllum ist ausserordentlich variabel und die Blattstellung der Typen, die ich kenne, ist wechselständig. Eine kreuz-gegenständige Blattstellung wäre eher typischer für Sedum brevifolium, die sich aber auch nicht immer daran hält.
Die deutlich drüsenhaarigen Blütenstiele lassen für mich nur Sedum dasyphyllum als Bestimmung in Frage kommen.

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Anagallis
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Re: Sedum in Pflasterritze -> Sedum dasyphyllum

Beitrag von Anagallis » 27.06.2018, 01:15

Also doch; das ist ja nun eine Gartensippe, sehen die Natursippen dann etwas anders aus? (Im Rothmaler steht: "Blätter ... überwiegend gegenständig".)

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Re: Sedum in Pflasterritze -> Sedum dasyphyllum

Beitrag von unsane » 27.06.2018, 09:55

Moin,

die Art hab ich in Andalusien und auf Sizilien am Standort gesehen. Dort sind sie nur kompakter, aber die wechselständige Blattstellung haben sie auch dort.

Manfrid
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Re: Sedum in Pflasterritze -> Sedum dasyphyllum

Beitrag von Manfrid » 27.06.2018, 16:37

Meiner Erfahrung nach (sowohl aus den Alpen als auch aus üppiger Kultur im BG Bonn) sind die kleineren Triebe meist kreuz-gegenständig (dekussiert) belaubt und gehen dann bei der Erstarkung/Blütenbildung zu spiraliger Blattstellung über. Also, dass hier auch die (meisten) kleinen Triebe spiralig belaubt sind, ist schon etwas auffällig. ("Die Blätter sind an sämtlichen Stängeln deutlich wechselständig" stimmt ja so nicht. Es sind auf Deinem Bild einige deutlich dekussierte dabei.) Aber was machen solche Sukkulenten in der Hinsicht nicht alles! Unser braves Sedum sexangulare, Sedum booleanum, Euphorbia myrsinites...! Von anderen noch stärker sukkulenten Euphorbien und Kakteen mal ganz zu schweigen. Aber auch "normale" Pflanzen (Esche, Kreuzdorn, Weiden, Urwelt-Mammutbaum, Braunwurz, Silberblatt.....) können einen lehren, dass wirtelige und spiralige Blattstellung nicht so einander ausschließend sind, wie man zunächst denken möchte, und dass es immer auf das jeweilige Stärkenverhältnis zwischen Blatt/Auge und Gesamtspross ankommt, in welches geometrische Muster die Blattstellung "einschnappt". (Echt was für Mathematiker übrigens...)

Gruß! - Manfrid

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