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Rhinanthus glacialis - Grannen-Klappertopf

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Anagallis
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Rhinanthus glacialis - Grannen-Klappertopf

Beitrag von Anagallis » 16.06.2017, 01:49

Rhinanthus glacialis - Grannen-Klappertopf

Orobanchaceae - Sommerwurzgewächse

13.6.2017, Trockenrasen, Raum Karlsruhe, Enzkreis

Diese auffällig verzweigte sommerblütige Form des Grannen-Klappertopfes (frühlingsblütige Form wenig verzweigt) unterscheidet sich schon vom Habitus deutlich von früher blühenden Klappertöpfen. Innerhalb der Klappertopf-Arten existieren genetisch bedingte, saisonale Ökotypen, die sich bei ähnlichen Kulturbedingungen in der Blütezeit um bis zu zehn Wochen unterscheiden und in folgenden Merkmalen variieren können: Anzahl der Äste, Länge der Stengelglieder, Anzahl der Stengelglieder unterhalb des Blütenstandes, Anzahl der Blattpaare zwischen dem obersten Astpaar und der untersten Blüte. Dabei korelliert die Anzahl der Stengelglieder eng mit dem Beginn der Blütezeit. Desweiteren existieren Anpassungen an lokale Klima- und Standortbedingungen. (Quelle: Rothmaler Grundband)
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Blätter lang und schmal:
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Blüte auffallend hellgelb; Schlund weit offen; Kronröhre aufwärts gekrümmt (Kleiner Klappertopf: Kronröhre gerade); Zahn der Oberlippe gelb, größer als beim Kleinen Klappertopf; Kelch unbehaart; Deckblatt etwa doppelt so lang wie der Kelch; basale Zähne der Deckblätter viel größer als die Zähne nahe der Deckblattspitze und mit 1 - 5 mm langen Grannen (hier viel länger als auf der Zeichnung im Rothmaler Grundband):
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Der Stengel kann wie beim drüsigen Klappertopf dunkel gestrichelt sein (dieses Braun wird im Schlüssel als "schwarz" bezeichnet und ist kein Merkmal, mit dem sich der Drüsige Klappertopf identifizieren läßt, wie der Rothmaler Grundband bei oberflächlichem Lesen suggeriert):
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