Keine Chance für Nazi-Propaganda und Rassismus in diesem Forum! #noafd #nopegida

Art der Moderation

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Anagallis
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Art der Moderation

Beitrag von Anagallis » 12.09.2017, 17:58

Hi Leute,

da es in kurzer Zeit zwei kontroverse Themen gab, eines mit unerwünschten politischen und eines mit ebensolchen werblichen Aussagen, interessiert mich auch *Eure* Meinung zu meinem Umgang damit. (Außerdem gibt es immer mal wieder Themen mit offensichlich werblichem Inhalt, die so schnell gelöscht sind, daß die meisten sie gar nicht sehen.)

Auf der einen Seite haben wir hier ein sachorientiertes Forum in dem seitens der Leserschaft offenkundig wenig Interesse an Zankereien und sachfernen Diskussionen besteht, insbesondere da es eine Menge stiller Mitleser geben dürfte. Auf der anderen Seite will ich niemanden in seiner Meinungsfreiheit beschneiden. Das Forum ist aber auch kein öffentlicher Marktplatz, auf dem jeder alles sagen kann - die Forenbetreiber haben das Recht, verbindliche Regeln aufzustellen - und die Pflicht, es auf kriminelle Inhalte hin zu prüfen.

Es gibt eine Reihe möglicher Maßnahmen zur "Forenhygiene", die von der einfachen Bitte über Editieren fremder Beiträge, Verwarnen von Nutzern bis zur Löschung oder Sperrung ganzer Themen oder sogar Benutzer reichen. Bisher versuche ich, jeweils zum mildesten möglichen Mittel zu greifen und meine Aktionen für alle nachvollziehbar zu machen.

Anscheinend sorgt das für eine gewisse Unruhe im Forum. Man kann natürlich auch gleich die dicke Keule auspacken und provokante Nutzer sprerren und die werblichen oder anstößigen Themen ohne Erklärung löschen. Mir machte das viel weniger Arbeit, als jedem Werbelink einzeln zu folgen und zu gucken, welche Interessen dahinter stehen. Bezüglich der unerwünschten politischen Aussagen hat Jule mich aufgefordert, so etwas ohne langes Getue zu löschen.

Kurzum, Eure Meinung zu solchen Fragen interessiert mich - wo ist das Vorgehen zu lasch oder zu hart oder sonstwie falsch, oder inwieweit seid Ihr mit der jetzigen Situation zufrieden?

D.

jake001
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Re: Art der Moderation

Beitrag von jake001 » 12.09.2017, 23:18

Also besonders bei dem heutigen Thema zur Pflaume war ich auch irritiert. Ich hätte das niemals als Werbung verstanden. Ich fühl mich jetzt auch nicht genötigt, loszulaufen und eben diese Sorte zu kaufen. Es hätte auch mir passieren können, dass ich im Sinne möglichst vollständiger Hintergrundinfos alles auf den Tisch lege. Wenn mich dann diese Editierung getroffen hätte, hätte ich ne dicke Schimpftirade hinterlassen. Im Übrigen halte ich die Pflanze dort für gut gepflegte Topfware im ersten(!) Standjahr.
Soll heißen: ich empfinde es teils als zu pedantisch. Ich hab mich mehr an Jule's Moderatorenstil gewöhnt.

Auf das politische Thema angesprochen muss ich sagen, da bin ich auch die heutigen Umgangsformen in der anonymen Großstadt gewöhnt und wäre da wahrscheinlich noch nicht eingeschritten, wenngleich ich zugeben muss, dass das so gar nicht die feine Englische Art war und je nach Ansicht auch ein noch strengeres Vorgehen im Ermessensspielraum gelegen hätte.

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Anagallis
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Re: Art der Moderation

Beitrag von Anagallis » 12.09.2017, 23:53

Auf das "politische" Thema habe ich so reagiert, weil ich erst Jules Anweisung für solche Fälle einholen wollte. Ich sehe mich da als ausführendes Organ der Forenbetreiber. Künftig werden solche Ausfälle unverzüglich entfernt, nicht nur mit dem Skalpell, sondern gleich das ganze Thema.
Also besonders bei dem heutigen Thema zur Pflaume war ich auch irritiert. ...
Wenn mich dann diese Editierung getroffen hätte, hätte ich ne dicke Schimpftirade hinterlassen.
Sie hätte Dich aber nicht betroffen, denn ich habe durchaus die Gesamtsituation betrachtet:

* Neuanmeldung ohne vorherige Beiträge
* Nicht weniger als vier Stellen im Beitrag, die als Werbung/Meinungsmache aufgefaßt werden können
* Überschrift, Sprache und Fotos wie aus dem Werbeprospekt
* Eigentlich wurde gar keine Frage gestellt und nur eine nette Geschichte erzählt
* Schon vor einer Weile wurde in zahlreichen Foren auf ganz ähnliche Weise Werbung für eine versteckt gewerbliche Seite zu Satureja gemacht, und darauf sind hier im Endeffekt alle reingefallen.

Nachher ist man natürlich immer schlauer. Anscheinend kommt Jules Ansatz, gleich ganze Themen zu entsorgen, besser an, als kenntlichgemachte Einzeländerungen.

D.

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botanix
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Re: Art der Moderation

Beitrag von botanix » 13.09.2017, 21:58

Hallo,

ein paar Anmerkungen aus meiner Zeit als Mod im Forum:
Spam wurde natürlich umgehend gelöscht, die Verursacher sofort und auch die IP gesperrt.
Bei belanglosen threads oder (öfter) sinnfreien Antworten mit Werbelinks oder Werbelinks in der Signatur oder im Mitgliederverzeichnis habe ich genauso verfahren. Bei einigen threads, bei denen ich Zweifel hatte, habe ich eine pn geschrieben - aber nie eine Antwort bekommen - und ab in den Papierkorb!
Etwas anders, finde ich, muss man verfahren, wenn z.B. eine Bestimmungsanfrage kommt und im Mitgliederverzeichnis die Homepage verlinkt wird, auf der beispielsweise ein Alpenhof seine Urlaubsgäste informiert. Da können ja auch Fotos von Alpenpflanzen gezeigt werden (oder sollen) und die Besitzer wollen wissen was sie da Schönes gefunden haben. Hier braucht man nicht so streng in der Auslegung zu sein.
Diesbezüglich fand ich die Reaktion auf das "Marillenbäumchen" dann doch unnötig, zumindest deutlich überzogen.
An Beispiellinks mit Fotos, die eben zeigen sollen um was es geht (Fotos sind uns doch besonders wichtig für die Bestimmung / Rat!) sollte man daher nicht so strenge Maßstäbe anlegen. Hier ist Augenmaß erforderlich.
Dagegen hätte ich den politischen thread, wegen des verwendeten Usernamens (der das Forum immer noch verunstaltet) und des völlig unakzeptablen Tons (eine Beleidigung aller sich um das Forum Bemühenden) gelöscht, ohne hier mit dem roten Stift die Sache abzumildern. Das hätte ich auch vor Arno's Forenregeln so gehandhabt. Wer so querschiesst hat hier nichts verloren.
Beleidigungen gehören nicht ins Forum, da ist die Grenze ganz schnell überschritten sobald es persönlich wird. Rote Karte!

Gruß

Peter
alte Botanikerweisheit: man sieht nur was man kennt

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Re: Art der Moderation

Beitrag von Anagallis » 13.09.2017, 23:10

botanix hat geschrieben:
13.09.2017, 21:58
Etwas anders, finde ich, muss man verfahren, wenn z.B. eine Bestimmungsanfrage kommt
...
Diesbezüglich fand ich die Reaktion auf das "Marillenbäumchen" dann doch unnötig, zumindest deutlich überzogen.
Verstehe ich, aber dieses Thema empfinde ich einen Tag später immer noch nicht als Bestimmungsanfrage, oder wie siehst Du das, wenn der Anfragende seine Frage gleich selbst beantwortet ("die Aprikose trägt Pflaumen, ist es eine Pflaume?"). Na gut, hier werden manchmal die skurrilsten Dinge gefragt.

Und was hättest Du mit dem Suchmaschinenwerbelink denn sonst gemacht?

D.

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botanix
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Re: Art der Moderation

Beitrag von botanix » 14.09.2017, 15:53

Hallo,

Sorry, ich habe den ursprünglichen thread nicht gelesen, aber auch nach den Resten zu urteilen, war es zuviel Reaktion.
Bitte nicht von vornherein Böses unterstellen.

Gruß

Peter
alte Botanikerweisheit: man sieht nur was man kennt

Manfrid
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Re: Art der Moderation

Beitrag von Manfrid » 06.10.2017, 09:25

Hallo,
mit „Keine Chance für Nazi-Propaganda und Rassismus in diesem Forum! #noafd #nopegida!“ ist natürlich vom Forenbetreiber eine politische Meinung hingestellt. Wer nicht gleicher Meinung ist oder wer der Ansicht ist, dass politische Meinungen generell nichts in einem Pflanzenbestimmungsforum zu suchen haben, der kann diese Meinungsäußerung des Forenbetreibers immerhin in Kauf nehmen, wenn er als Fragesteller oder Mitdiskutierender bei den hier zusammenkommenden botanischen Fragen Interesse an dem Forum hat. Der Forenbetreiber erwirbt sich mit seiner Arbeit ein gewisses Recht, seine Meinung zu sagen und gegenteilige Meinungsäußerungen zu unterbinden. Das Absurde an der Auflehnung gegen eine solche Handhabung war bei ‚YesAfdYesPegida’ das (leider nicht mehr nachzulesende) Fluchen über die Verknüpfung von politischer Meinungsäußerung mit wissenschaftlichen, botanischen Fragen, während er gleichzeitig selber seine botanische Frage massiv mit eigener politischer Meinungsäußerung verknüpft hat. Er hat sich damit selbst widersprochen; seine Forderung der Trennung beider Bereiche selbst missachtet. Sie war daher nicht ernst zu nehmen. DAS war der Punkt, durch den ganz ohne Verhärtung der politischen Fronten die Bremse in der Schimpftirade hätte gezogen werden können. DANACH wäre ein Hinweis auf den unpassenden Ton des an einer Pflanzenbestimmung Interessierten effektiv gewesen.
Walter ‚Enkidoo’ hatte (in ebenfalls bedauerlicherweise nicht mehr nachzulesender Weise) den Anlass für die Aufregung dadurch entschärft, dass er ein gewisses Verständnis für die Kritik von ‚YesAfdYesPegida’ an der vorgefundenen politischen Meinung der Forumsbetreiber geäußert hat. Er hatte dadurch den in dieser Situation unbedingt nötigen Ausweis als Unparteiischer. Und ganz unabhängig von der Widersinnigkeit und Unhöflichkeit der Kritik von außen hat man sich nun zu sagen, dass sie tatsächlich unnötig herausgefordert worden ist.
Wie gesagt: Man kann selber gutmütig tolerieren, wenn jemand aus seinen Verdiensten um das Forum Vorrechte in der Meinungsbildung ableitet. Aber man kann diese gutmütige Toleranz nicht zur Selbstverständlichkeit machen und von Anderen einfordern. Wenn der Eindruck entstünde, dass immer wieder per Machtspruch, per Beitragskürzung oder -löschung Vorrechte ausgenutzt werden, dann würde das Forum schwer Schaden nehmen. Insofern wird eine Erwiderung, die sich wirklich aus der Sache ergibt, immer sinnvoller sein als ein Ausschluss von kritischen Beiträgen oder Forennutzern. Peter ‚botanix’ meint resolut: „Beleidigungen gehören nicht ins Forum, da ist die Grenze ganz schnell überschritten sobald es persönlich wird. Rote Karte!“ Nur sollte halt nicht der Eindruck entstehen, dass eine Mannschaft ihr Gastgeberrecht ausnutzt, um einen eigenen Anhänger die Roten Karten verwalten zu lassen. Wenn jemand von außen sich durch Kritik an seinen eigenen politischen Überzeugungen persönlich beleidigt fühlt, aber SEINE Erwiderungen als nicht dem guten Ton entsprechend abgeblockt werden, dann verhärten sich die Fronten. Ebenso, wenn der Eindruck entstünde, Forenbetreiber ziehen über Fragesteller als angebliche Schleichwerber, gewissenlose Quacksalber im Umgang mit Heilpflanzen, Naivlinge in Naturschutzfragen etc. her, blocken Kritik an IHREN Fehlern aber unter Berufung auf den guten Ton als persönliche Beleidigungen ab. Da ist es schon besser, sich der Kritik zu stellen, statt zu löschen. (Von Spam, der mit den Inhalten des Forums gar nichts zu tun hat, rede ich hier natürlich nicht.)

Freundliche Grüße! - Manfrid

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